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Welt „Unerschütterlich im Glauben an das Gute in den Menschen“
Mehr Welt „Unerschütterlich im Glauben an das Gute in den Menschen“
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20:31 11.08.2018
Ein Kranz erinnert zum Trauergottesdienst an die getötete Studentin Sophia L. Quelle: Daniel Karmann/dpa
Amberg

Eineinhalb Monate nach dem Tod der 28-jährigen Sophia L. aus dem bayerischen Amberg haben sich Freunde und Familie mit einem Nachruf von der Studentin verabschiedet. Der Berliner „Tagesspiegel“ veröffentlichte die Worte der Angehörigen am Sonnabend.

„Unerschütterlich im Glauben an das Gute in den Menschen und in ihrer aufrichtigen Überzeugung, für die richtige Sache einzutreten, bewegte sie mit ihrer herzlichen Ehrlichkeit und mit ihrer unermüdlichen Leidenschaft alle, die mit ihr zu tun hatten“, heißt es in dem Text.

Besonders für diejenigen, „die schwach sind, unterdrückt werden, flüchten mussten“ setzte sich die Studentin ein, schreiben ihre Wegbegleiter. Dies sei der rote Faden in ihrem Leben gewesen. Sie erinnern an ihr soziales Engagement, ihren Spaß, ihre Freude und ihre Begeisterungsfähigkeit. „All dies hallt ungebrochen in uns nach.“

Angehörige und Freund organisieren Trauergottesdienst

Die 28-Jährige wollte Mitte Juni von Leipzig nach Amberg trampen. Nachdem sie am nächsten Morgen noch immer nicht aufgetaucht war, machten sich Freunde, Familie und schließlich auch die Polizei auf die Suche. Die Spur führte die Ermittler nach Spanien. Im Norden des Landes wurde zwei Tage später die Leiche der Studentin entdeckt. Ein Lastwagenfahrer aus Marokko steht im Verdacht, Sophia getötet zu haben. Er sitzt derzeit in Auslieferungshaft.

Nach der Tat wurden im Netz rassistische Kommentare und auch Hasskommentare gegen die Familie laut. Sophias Bruder hatte sich in einem öffentlichen Brief gegen die Hetze ausgesprochen.

Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heinrich Bedford-Strohm, verurteilte die hasserfüllten Reaktionen. „Es ist schwer, zu verstehen, wie Menschen in einer solchen Situation ohne jede Rücksicht auf die trauernden Angehörigen zu solchem Hass fähig sind“, sagte er auf dem Trauergottesdienst für die Studentin am 1. August. Weil die rechtsmedizinischen Untersuchungen in Spanien noch nicht abgeschlossen sind, hatten Angehörige und Freunde einen Gottesdienst organisiert.

Von RND/mkr

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