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Welt Mindestens 844 Tote – Massenbegräbnis nach Tsunami in Indonesien
Mehr Welt Mindestens 844 Tote – Massenbegräbnis nach Tsunami in Indonesien
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10:24 01.10.2018
Tsunami-Opfer in Indonesien werden in einem Massengrab beigesetzt. Quelle: AP Photo/Tatan Syuflana
Palu

Die Zahl der Todesopfer bei der Tsunami-Katastrophe in Indonesien hat sich weiter erhöht. Nach der jüngsten Zwischenbilanz der nationalen Katastrophenschutzbehörde von Montag kamen bei der Serie von Erdbeben und der folgenden Flutwelle mindestens 844 Menschen ums Leben. Dabei handelt es sich nach Angaben von Behördensprecher Sutopo Nugroho nur um Todesopfer, die bereits identifiziert wurden.

Im indonesischen Palu wird ein Massenbegräbnis für Opfer der Naturkatastrophe vorbereitet. Das Grab für 300 Opfer sei zehn mal 100 Meter groß und könne ausgebaut werden, teilte der Chef der nationalen Katastrophenschutzbehörde, Willem Rampangilei, am Montag mit. Die Beisetzung müsse aus gesundheitlichen und religiösen Gründen so schnell wie möglich erfolgen. Die Suche nach Überlebenden ging indes weiter. Viele von den Beben und dem Tsunami betroffene Regionen waren noch immer von der Außenwelt abgeschnitten.

Die Bezirke Donggala, Sigi und Parigi Moutong, wo zusammen 1,2 Millionen Menschen leben, wurden noch nicht umfassend begutachtet. In Indonesien leben mehrheitlich Muslime. Islamischer Brauch sieht die Beerdigung eines Toten üblicherweise im Laufe eines Tages vor.

Weitere 50 Menschen in Hotel eingesperrt?

Indes genehmigte Präsident Joko „Jokowi“ Widodo ausländische Hilfe, wie der Chef der indonesischen Investitionsbehörde, Thomas Lembong, am Montag twitterte.

Unklar war zunächst, um welche Hilfe es sich handelte. Es mangelte aber vor allem an Medikamenten, Benzin, frischem Wasser und Experten. Ebenfalls fehlte schweres Gerät, um mögliche Überlebende aus eingestürzten Gebäuden zu retten.

Aus einem achtstöckigen Hotel in der Stadt konnte am Sonntagabend eine 25-Jährige in Sicherheit gebracht werden. Die Katastrophenschutzbehörde veröffentlichte Fotos, wie sie auf einer Trage lag. Vermutlich rund 50 Menschen sollten in dem Gebäude eingesperrt sein. „Wir versuchen unser Bestes. Zeit ist hier so wichtig, um Leute zu retten“, sagte Muhammad Syaugi, der Leiter des nationalen Such- und Rettungsteams.

Von RND/dpa