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Welt Moorbrand nach Waffentest: Staatsanwaltschaft ermittelt
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11:23 20.09.2018
Moorbrand in Meppen: Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr an einer Schranke zum Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD 91). Quelle: dpa
Meppen

Wegen des Moorbrandes auf einem Übungsgelände der Bundeswehr bei Meppen hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet. „Da kommen Branddelikte in Betracht, insbesondere die Brandstiftung und möglicherweise auch Umweltdelikte, wenn besonders geschützte Gebiete wie Naturschutzgebiete betroffen sind“, sagte Sprecher Alexander Retemeyer am Donnerstag.

Seine Behörde werde Kontakt zur Bundeswehr aufnehmen, um sich einen Überblick über die Hintergründe des Feuers zu verschaffen. Retemeyer zufolge hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgrund der Medienberichterstattung eingeleitet.

„Es sollen auch Strafanzeigen unterwegs sein, die haben wir noch nicht gesehen“, sagte der Sprecher. Da die Staatsanwaltschaft nicht gegen Firmen oder Institutionen ermitteln könne, richte sich das Verfahren zunächst gegen Unbekannt. Über die Ermittlungen hatte zuvor der NDR berichtet.

Großeinsatz für die Feuerwehr

Inzwischen sind mehr als 1000 Frauen und Männer vor Ort, um den Brand zu löschen, sagte eine Bundeswehr-Sprecherin am Donnerstagvormittag. Feuerwehrleute der Bundeswehr, zivile Feuerwehren, das Technische Hilfswerk, Spezialpioniere und Heeresaufklärer arbeiteten gemeinsam gegen die Flammen.

Der Sprecherin zufolge ist die Lage unter Kontrolle und die Wasserversorgung zur Brandbekämpfung stabil. Sie verwies auf Luftmessungen, nach denen der Rauch keine Gesundheitsgefahr darstelle. Weitere Messungen würden folgen.

Politiker kritisieren Raketentests

Die Landespolitik reagiert zunehmend irritiert auf den Brand. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte: „Wenn ich ehrlich sein soll: Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, nach diesem trockenen Sommer ausgerechnet im Moor Schießübungen zu veranstalten.“ Auch Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) äußerte sich empört: „Wenn jetzt auch noch klar ist, dass das Löschfahrzeug nicht einsatzfähig war, dann ist es mehr als fahrlässig.“

Der Grünen-Abgeordnete Christian Meyer stellte nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen die Verantwortlichen bei der Bundeswehr wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Von ewo/RND

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