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Welt Mindestens 40 Tote bei Anschlag auf Geistliche in Afghanistan
Mehr Welt Mindestens 40 Tote bei Anschlag auf Geistliche in Afghanistan
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16:56 20.11.2018
Ein Foto aus Kabul (Afghanistan) Quelle: imago/Xinhua
Kabul

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Versammlung muslimischer Gelehrter sind in Kabul mindestens 40 Menschen getötet worden. Es gebe darüber hinaus 60 Verletzte, teilte der Sprecher des afghanischen Gesundheitsministeriums, Wahid Madschroh, am Dienstag mit. Hunderte Gelehrte und Geistliche hätten sich in der Hauptstadt in einer großen Halle versammelt, um den Geburtstag des Propheten Mohammed zu feiern, sagte Innenministeriumssprecher Nadschib Danisch.

Der Selbstmordattentäter habe sich in die gewöhnlich für Hochzeiten genutzte Halle geschlichen, sagte Danisch. Zunächst reklamierte keine Organisation die Tat für sich. Muslime auf der ganzen Welt zelebrierten am Dienstag den Geburtstag des Begründers ihrer Religion.

In Afghanistan kommt es beinahe täglich zu Anschlägen auf Sicherheitskräfte und Regierungsmitarbeiter sowie auf Zivilisten, vor allem in der Hauptstadt Kabul. Viele der Angriffe gehen auf das Konto der radikalislamischen Taliban, aber auch ein lokaler Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat ist in Afghanistan aktiv. Beide Organisationen haben auch die Verantwortung für Anschläge auf Religionsgelehrte übernommen, die der Regierung nahestehen.

Für einen Selbstmordanschlag im Juni auf ein Treffen der höchsten Geistlichen Afghanistans in Kabul hatte der IS die Verantwortung übernommen. Dabei kamen sieben Menschen ums Leben und 20 weitere wurden verletzt. Der Afghanische Ulema-Rat, auf den der Anschlag abzielte, hatte ein Dekret gegen Selbstmordanschläge erlassen und zu Friedensgesprächen aufgerufen. Der IS teilte damals mit, er habe „Tyrannen-Geistliche“ angegriffen, die sich auf die Seite der Regierung gestellt hätten.

Die Taliban bestritten, an dem Anschlag im Juni beteiligt gewesen zu sein, hatten das Treffen aber ebenfalls verurteilt. IS und Taliban wollen die vom Westen unterstützte Regierung stürzen.

Von RND/AP/ngo

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