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Welt Mexiko setzt sich gegen Trumps Vorwürfe zur Wehr
Mehr Welt Mexiko setzt sich gegen Trumps Vorwürfe zur Wehr
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10:54 06.04.2018
Enrique Peña Nieto, Präsident von Mexiko, während einer Videobotschaft. Quelle: dpa
Mexiko-Stadt

Im eskalierenden Streit um Grenzsicherung und Migration hat Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto seinem US-Kollegen Donald Trump Kontra gegeben. „Wir sind bereit zu verhandeln, aber immer in gegenseitigem Respekt“, sagte der Staatschef am Donnerstag in einer Videobotschaft. „Es gibt etwas, dass alle Mexikaner eint: die Gewissheit, dass niemand und nichts über der Würde Mexikos steht.“

Trump hatte dem Nachbarland zuletzt vorgeworfen, nichts gegen die illegale Einwanderung von Mittelamerikanern in die USA zu unternehmen. Weil der Bau der Grenzmauer nicht vorangeht, ordnete er zudem den Einsatz der Nationalgarde an der Grenze zu Mexiko an. Zwischen 2000 und 4000 Nationalgardisten sollen dorthin geschickt werden, sagte Trump Journalisten am Donnerstag.

„Die mexikanische Regierung ist darum bemüht, institutionelle Beziehungen im gegenseitigen Respekt und zum beiderseitigen Nutzen aufzubauen“, sagte Mexikos Präsident. „Außerdem hat die mexikanische Regierung die Anstrengungen im Kampf gegen das organisierte Verbrechen, das unsere beiden Länder betrifft, verstärkt.“

Peña Nieto unterstrich die Einigkeit der Mexikaner: „Der Senat hat einstimmig die aggressiven und ungerechtfertigten Äußerungen über die Mexikaner verurteilt und einen respektvollen Umgang gefordert, wie es sich zwischen Nachbarn, Partnern und Verbündeten gehört.“

Trump hatte sich zuletzt in einer ganzen Reihe von Twitternachrichten über die Einwanderungsgesetze der USA ereifert und gegen das Nachbarland Mexiko ausgeteilt. Er drohte der mexikanischen Regierung mit dem Ende des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta), sollte das Land nicht mehr für den aus seiner Sicht unzureichenden Grenzschutz tun.

„Präsident Trump, wenn ihre jüngsten Äußerungen in der Frustration über innenpolitische Angelegenheiten, Ihre Gesetze oder Ihren Kongress begründet liegen, sollten Sie sich an diesen wenden, nicht an die Mexikaner“, sagte Peña Nieto. „Wir werden nicht zulassen, dass die negative Rhetorik unser Handeln bestimmt.“

Von dpa/RND

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