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Medien Zuckerberg-Schwester stolpert über Datenschutzeinstellungen
Mehr Welt Medien Zuckerberg-Schwester stolpert über Datenschutzeinstellungen
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11:34 27.12.2012
Die Datenschutz-Bestimmungen von Facebook verwirren sogar Randi Zuckerberg, die Schwester des Firmengründers. Quelle: dpa
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Seattle

In den vergangenen Tagen veröffentlichte Randi Zuckerberg ein Familienfoto, das vier Personen zeigt, die in einer Küche auf ihre Mobiltelefone schauen – unter anderem auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Aufgrund der Datenschutzeinstellungen ihres Profils konnten offenbar auch Freunde der engen Freunde Zuckerbergs dieses Foto sehen. Diese wiederum teilten das Bild über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Verbreitet wurde das Foto von der Marketingdirektorin Callie Schweitzer. Randi Zuckerberg erklärte, sie habe das Foto sehen können, weil sie einen gemeinsamen Freund hätten. Schweitzer antwortete, das Foto sei auf ihrer Facebook-Seite aufgetaucht. Die Tweets wurden später gelöscht und sind nicht mehr zu sehen. Randi Zuckerberg zeigte sich empört und belehrte die Schuldige über Etikette im Netz: „Digitale Etikette: Frag immer um Erlaubnis, bevor du das Foto eines Freundes öffentlich postest“, schrieb Randi Zuckerberg. Es gehe dabei nicht um Privatsphäre-Einstellungen, es gehe um menschlichen Anstand. Diese Kommentare lösten scharfe Reaktionen anderer Nutzer aus, die sich über die komplizierten Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre des sozialen Netzwerks beschwerten.

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Kritiker im Netz störten sich an der Reaktion von Randi Zuckerberg, die ihren prominenten Namen eingesetzt habe, um das Foto löschen zu lassen. „Das kann nicht jeder“, sagte Eva Galperin von der Electronic Frontier Foundation, einer Datenschutzorganisation aus San Francisco. Die Privatsphäre-Einstellungen von Facebook  seien für die meisten Nutzer noch immer verwirrend. „Sogar Randi Zuckerberg kann sie falsch verstehen“, erklärte Galperin. Der Zwischenfall vom Mittwoch illustriere die Schwierigkeiten beim Umgang mit der Privatsphäre im Internet, sagte sie weiter. Wer Informationen oder ein Bild in einem sozialen Netzwerk teile, müsse damit rechnen, dass Freunde diese Daten einfach weitergeben könnten.

aam/dapd

26.12.2012
26.12.2012
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