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Medien ZDF macht sich an „Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs"
Mehr Welt Medien ZDF macht sich an „Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs"
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15:59 05.11.2012
Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß (undatiertes Foto). Heß zählt zu den schillernsten Figuren im Nazi-Regime. Quelle: dpa
Berlin

Rudolf Heß war eine schillernde Figur des Nazi-Regimes. Der Stellvertreter Adolf Hitlers flog im Jahr 1941 allein nach Großbritannien, um mit den Briten über Frieden zu verhandeln. Ob er ohne Hitlers Wissen handelte, zählt zu den Geheimnissen und Kontroversen, denen das ZDF am Dienstag (6. November) um 20.15 Uhr mit der Dokumentation Rudolf Heß war eine schillernde Figur des Nazi-Regimes. Der Stellvertreter Adolf Hitlers flog im Jahr 1941 allein nach Großbritannien, um mit den Briten über Frieden zu verhandeln. Ob er ohne Hitlers Wissen handelte, zählt zu den Geheimnissen und Kontroversen, denen das ZDF am Dienstag (6. November) um 20.15 Uhr mit der Dokumentation „Die Akte Heß" auf den Grund geht. Es ist der Auftakt zur neuen Reihe „Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs".

Der Flug von Heß nach Schottland löste bei der britischen Führung nichts anderes als Verblüffung aus und heizt bis heute die Fantasie vieler Historiker an. „Wäre Heß erfolgreich gewesen, hätte es die gesamte Architektonik verändert, den gesamten Verlauf des Zweiten Weltkriegs", sagt der Geschichtsforscher Sönke Neitzel in die ZDF-Kamera.Davon war die Weltgeschichte aber offensichtlich weit entfernt. „Heß oder nicht Heß, ich werde mir jetzt die Marx-Brothers ansehen», soll Premier Winston Churchill nur gesagt haben, bevor er sich mit einer Komödie vergnügte, statt Heß zu treffen. Heß starb im August 1987 im Gefängnis. Sein Suizid nährte Verschwörungstheorien.

„Die Rätsel beginnen mit dem Flug und sie enden mit dem Abgang in Spandau. Es scheint fast so, als ob er alles daran setzte, sich unauslöschlich in die Geschichtsbücher einzutragen", sagt Historiker Rainer F. Schmidt in der Doku. Wie in öffentlich-rechtlichen Geschichtsfilmen inzwischen üblich, sind auch hier viele Spielszenen mit Unformierten und halbdunklen Gefängniszellen zu sehen.

Das ZDF greift nach eigenen Worten „auf eine Fülle nie gezeigter Filmmaterialien" zurück. „Exklusiv zeigt der Film Farbaufnahmen von Rudolf Heß und anderen Mächtigen der NS-Diktatur auf dem Reichsparteitag 1937", heißt es. Trotz vieler neuer Puzzlestücke ändert sich am Gesamteindruck von Hitlers Stellvertreter nicht viel. Verstörend bleibt sein Nachruhm, den er bis heute unter Rechtsradikalen genießt. Der Journalist Thomas Kuban (Name geändert) berichtet im ZDF, wie er jahrelang mit versteckter Kamera auf Neonazi-Konzerten drehte. Dort sei Heß der „Alt-Nazi, der perfekt zur heutigen Neonazi-Ideologie passt".

dpa

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