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Medien Yandex will Google auch international angreifen
Mehr Welt Medien Yandex will Google auch international angreifen
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11:25 29.05.2012
Foto: Logo der führenden russischen Internet-Suchmaschine Yandex, die Weltmarktführer Google auch international Konkurrenz machen will.
Logo der führenden russischen Internet-Suchmaschine Yandex, die Weltmarktführer Google auch international Konkurrenz machen will. Quelle: dpa
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Internet-Suchmaschinen

Die führende russische Internet-Suchmaschine Yandex will dem Weltmarktführer Google auch international Konkurrenz machen. Das kündigte Yandex-CEO Arkady Volozh auf der internationalen Konferenz Digital Life Design DLD in Moskau an. In Russland führt Yandex mit rund zwei Drittel Markanteil klar vor Google und kleineren Konkurrenten wie Mail.ru und Rambler. Weltweit steht Yandex an Position acht, im nicht-englischen Markt hinter Baidu in China auf Platz zwei.

Vor dem Hintergrund des boomenden Online-Markts in Russland loteten Experten und Investoren auf dem DLD Moscow Chancen und Risiken der Branche aus. Bei Gesprächen am Rande der Konferenz spielte am Montag und Dienstag der Börsengang von Facebook eine große Rolle. An dem DLD Moscow nahmen unter anderem der Vorstandschef des Medienkonzerns Burda, Paul-Bernhard Kallen, und der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Mißfelder teil.

Mitveranstalter war das ehrgeizige Projekt Skolkowo, das der russische Regierungschef Dmitri Medwedew zu einem Technologiezentrum nach dem Vorbild von Silicon Valley ausbauen will.

Bei der Tagung in einer von Deutschen gegründeten ehemaligen Süßwarenfabrik in der Nähe des Kremls stand besonders die stark wachsende Online-Branche in Russland im Blickpunkt. Neben Yandex ist dabei vor allem das das russische soziale Netzwerk VKontakte relevant, das seinem Vorbild Facebook stark ähnelt. Internet-Anwender in Russland nutzen VKontakte zum Beispiel immer stärker dazu, um Proteste gegen Präsident Wladimir Putin zu organisieren.

Das Verbreitungstempo von Nachrichten im Internet erhöhe den Druck auf die Politik, Entscheidungen schneller zu treffen, sagte Mißfelder, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Als Beispiel nannte er den Streit über das Anti-Piraterie-Abkommen ACTA.

Für Erheiterung am Rande der Konferenz sorgte die Nachricht über eine „wohltätige Aktion“ von VKontakte-Chef Pawel Durow. Er hatte am Vortag den „Tag der Stadt“ in St. Petersburg damit gefeiert, dass er Geldscheine aus dem Fenster seines Büros in die Menge warf.

dpa

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