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Medien Wegen Serie „Skylines“: Frankfurter Rapper legt sich mit Netflix an
Mehr Welt Medien Wegen Serie „Skylines“: Frankfurter Rapper legt sich mit Netflix an
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11:38 23.09.2019
Murathan Muslu als Khalifa, Rapper und Geschäftsführer von Skyline Records, in der Serie von Netflix.
Frankfurt

Drogen, Waffen, Korruption, kriminelle Clans und knallharte Typen: Die Netflix-Serie „Skylines“, die am 27. September veröffentlicht werden soll, spielt im Gangster-Rap-Milieu von Frankfurt. Genauer: im Bahnhofsviertel, wo Wohnungslose sich vor Spiegelglashochhausfassaden in ihre löchrigen Schlafsäcke wickeln, wo Drogen direkt auf der Straße verkauft werden und auch das fiktive Label Skyline Records des ebenfalls fiktiven Rappers Kalifa seinen Sitz hat. Nur: Der Gießener Anwalt Andreas Milch wirft Netflix, für das „Skylines“ die vierte deutsche Produktion ist, vor, die Interessen seines Mandanten Jan Lehmann zu gefährden, und hat dem US-Streaminggiganten deshalb vergangene Woche eine Unterlassungserklärung zukommen lassen. Zuerst hat darüber die „Gießener Allgemeine“ berichtet.

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Streit um den Namen Skyline Records

Im Detail soll Netflix die Markenrechte und die Persönlichkeitsrechte seines Mandanten missachten. Jan Lehmann tritt nach Angaben seines Anwalts unter dem Künstlernamen „Cousin JMF“ auf und betreibt laut Milch seit 2003 das Frankfurter Label Skyline Records. Lehmann hat sich die Markenrechte für „Skyline Records“ und „Skylines“ im Januar 2019 gesichert – zu dem Zeitpunkt, als Netflix zum ersten Mal über die geplante Serie berichtete.

„Wir sagen nicht, seine Lebensgeschichte wurde nachgedreht. Aber es gibt einige Parallelen, die uns nachdenken lassen“, wird Milch in der „Gießener Allgemeinen“ zitiert. Diese Bedenken würden die Persönlichkeitsrechte betreffen. So werde im Trailer zur Serie ein Zitat verwendet, das Lehmann 2005 in einem Radiointerview im exakten Wortlaut so gesagt haben soll.

Netflix weist die Anschuldigungen zurück

An diesem Freitag hat Netflix nun auf die Unterlassungserklärung reagiert: „Wir haben auf den Brief geantwortet und der Gegenseite mitgeteilt, dass wir ihre Ansprüche zurückweisen, da diese unbegründet sind“, so ein Netflix-Sprecher auf Nachfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). Offensichtlich sieht der Streamingdienst auch den Serienstart nicht in Gefahr – ein Presse-Event findet wie geplant am kommenden Mittwoch, 25. September, statt.

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Andreas Milch, der Anwalt von Jan Lehmann, bestätigt den Eingang eines Schreibens von Netflix auf Anfrage des RND. „Zum Inhalt darf ich noch nichts sagen“, so Milch. Dennoch: „Wir lassen uns von unserer Marschrichtung nicht abhalten“, so Milch. Die Marschrichtung, die Milch bereits in früheren Gesprächen angedeutet hat, heißt: eine einstweilige Verfügung, die die Ausstrahlung von „Skylines“ verhindern soll. „Wir lassen es auf einen Rechtsstreit ankommen.“ Dies könnte langwierige Verhandlungen vor Gericht zur Folge haben.

Von Geraldine Oetken/RND

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