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Medien Vor allem Katholiken gucken Papstbesuch
Mehr Welt Medien Vor allem Katholiken gucken Papstbesuch
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14:53 23.09.2011
Vor allem Katholiken haben den Besuch von Papst Benedikt XVI. im Fernsehen verfolgt. Quelle: dpa
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Berlin

Das teilten die Marktforscher von Media Control auf dpa-Anfrage mit. Etwa 390.000 Menschen ohne Konfession oder anderen Glaubens saßen bei den Veranstaltungen vor dem Bildschirm.

Bei der Vormittagsübertragung im ZDF waren zwischen 10.03 Uhr und 13 Uhr durchschnittlich 950.000 Zuschauer (15,2 Prozent) dabei, darunter 430.000 Katholiken (24,1 Prozent), 310.000 Protestanten (13,1 Prozent) und 200.000 ohne beziehungsweise mit anderer Konfession.

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Die Media-Control-Auswertung beruht auf den von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg ermittelten täglichen Daten aus rund 5600 Testhaushalten, bei denen neben Familienstand, Beruf, Bildung und Einkommen auch die Glaubenszugehörigkeit des Publikums repräsentativ abgebildet wird.

Der Papst spielte aber insbesondere am Vorabend keine besonders große Rolle im TV und musste sich einigen anderen Programmen geschlagen geben. Seine Rede vorm Bundestag verfolgten zwischen 16 und 17.30 Uhr durchschnittlich 1,85 Millionen Zuschauer (15,9 Prozent), die Messe im Olympiastadion ab 17.30 Uhr (inklusive Anfahrt) 2,81 Millionen (12,8 Prozent).

„Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ hat bessere Quoten

In dieser Zeit entschieden sich jedoch beispielsweise 3,94 Millionen Zuschauer (14,7 Prozent) um 19.40 Uhr für die RTL-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, 3,39 Millionen (12,4 Prozent) um 19.40 Uhr für die ZDF-Serie „Notruf Hafenkante“ und etwa gleich viele - 2,83 Millionen (11,3 Prozent) für die Sat.1-Crime-Doku „K 11“ um 19.30 Uhr.

Am Abend verfolgten 4,54 Millionen Zuschauer (14,9 Prozent) die RTL-Actionserie „Alarm für Cobra 11“, 4,02 Millionen (14,0 Prozent) die ARD-Show „Das fantastische Quiz des Menschen“, 3,92 Millionen (12,9 Prozent) die ZDF-Komödie „Familie macht glücklich“ und 2,49 Millionen (8,4 Prozent) den Tanzfilm-Klassiker „Dirty Dancing“ bei Vox. Das waren - gemessen in Millionen - so viele, wie der Papst am Nachmittag und Vorabend in der ARD hatte.

In der Jahreswertung 2011 liegt der Vorjahressieger und Marktführer RTL weiter vorn: Der Kölner Privatsender rangiert mit 14,0 Prozent vor den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD (12,6) und ZDF (12,2). Die Privatsender Sat.1 (10,1), ProSieben (6,1) und Vox (5,6) folgen mit etwas mehr Abstand. Dahinter liegen Kabel eins (3,9), RTL II (3,6) und Super RTL (2,2). In der jüngeren Zielgruppe (14 bis 49 Jahre) führt RTL mit großem Vorsprung (18,6 Prozent) vor ProSieben (11,6), Sat.1 (10,6) und Vox (7,5 Prozent).

dpa

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