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Medien US-Sender NBC für 16,7 Milliarden Dollar verkauft
Mehr Welt Medien US-Sender NBC für 16,7 Milliarden Dollar verkauft
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12:29 13.02.2013
 17 Milliarden Dollar lässt sich Comcast den NBC-Kauf kosten. Quelle: dpa
Philadelphia/Fairfield

Dieses Geschäft verschiebt die Machtverhältnisse in der Medienbranche: Der US-Konzern General Electric verkauft für 16,7 Milliarden Dollar (12,4 Mrd Euro) seine restlichen Anteile am Unterhaltungskonglomerat NBC Universal. Käufer ist Comcast, einer der größten Kabelnetzbetreiber der USA, der bereits 51 Prozent hält und nun zum Alleineigentümer aufsteigt.

„Das ist ein großartiger Tag für Comcast“, erklärte Firmenchef Brian Roberts am Dienstag. Zu NBC Universal gehören nicht nur große Fernsehkanäle wie das Flaggschiff NBC, der Nachrichtenkanal MSNBC oder der Wirtschaftssender CNBC, sondern auch das Hollywood-Studio Universal Pictures („Fast & Furious“, „Jurassic Park“) sowie mehrere Vergnügungsparks.

General Electric (GE) hatte die Mehrheit an NBC Universal bereits vor zwei Jahren an Comcast abgetreten, hielt aber noch 49 Prozent der Anteile. Nun zieht sich der Konzern ganz zurück - und verkauft Comcast gleichzeitig auch noch große Teile des legendären New Yorker Hochhauskomplexes 30 Rockefeller Center, in dem NBC sitzt. Das Gebäude plus die CNBC-Zentrale im nahen New Jersey bringen dem Mischkonzern weitere 1,4 Milliarden Dollar ein.

Bei Touristen ist das Rockefeller Center beliebt wegen seiner Dachterrasse, die eine der besten Aussichten über die Stadt bietet. Bekannt wurde der Bau auch durch die Comedy-Serie “30 Rock“ mit Alec Baldwin und Tina Fey. Ob mit dem Kauf auch das weit sichtbare rote GE-Logo an der Spitze des Rockefeller Centers verschwindet, war zunächst unklar.

General Electric gehörte zu den Gründern von NBC im Jahr 1926, gab seine Anteile 1932 aber ab. In den folgenden Jahrzehnten prägte NBC das Fernsehen in den Vereinigten Staaten entscheidend mit. 1986 kehrte die Senderkette zurück zum Mischkonzern, als General Electric die NBC-Mutterfirma RCA schluckte. 2004 gründeten GE und der französische Medienkonzern Vivendi das Gemeinschaftsunternehmen NBC Universal. General Electric kaufte schließlich Vivendi heraus und holte dafür Comcast an Bord mit dem Ziel, sich letztlich komplett zurückziehen zu können. Das ist nun geschehen.

Mit der Übernahme von NBC Universal ist Comcast auch zu einem der bedeutendsten Unterhaltungskonzerne der Welt geworden. Im vergangenen Jahr war der Comcast-Umsatz auf 62,6 Milliarden Dollar gestiegen, der Gewinn unterm Strich lag bei 6,2 Milliarden Dollar. Damit ist Comcast größer als Walt Disney mit seinen Fernsehsendern, Filmstudios, Freizeitparks und Kreuzfahrtschiffen.

General Electric will sich nun auf sein Industrie- und Finanzgeschäft konzentrieren. „Diese Transaktion erlaubt uns, im Jahr 2013 deutlich mehr Geld an unsere Anteilseigner auszuschütten“, erklärte Konzernchef Jeff Immelt. Er will vor allem den laufenden Aktienrückkauf aufstocken. Zudem will Immelt die Industrietöchter mit den Einnahmen stärken. General Electric ist der Erzrivale von Siemens. Der Konzern stellt unter anderem Kraftwerkstechnik, Windräder und medizinische Apparate her.

Die Komplettübernahme von NBC Universal wurde an der Börse gefeiert. Nachbörslich stieg die GE-Aktie in New York um 3 Prozent, das Comcast-Papier legte um 7 Prozent zu. Bis Ende März soll das gesamte Geschäft abgeschlossen sein.

dpa

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