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Medien US-Armee richtet „Cyber-Kommando“ gegen Computerattacken ein
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14:38 24.06.2009
Die US-Streitkräfte wollen gegen Hack-Attacken besser gerüstet sein. Quelle: Artmann

Das neue Kommando solle Angriffe auf sicherheitsrelevante Computernetzwerke in den USA abwehren und selbst im Cyberspace operieren, sagte Pentagon-Sprecher Bryan Whitman am Dienstag in Washington. Verteidigungsminister Robert Gates habe das Kommando formell berufen, seine Arbeit solle es im Herbst aufnehmen.

Das Kommando ist Teil der Bemühungen in Washington, Computersysteme besser vor Hackern, Netzpiraten und politisch motivierten Angriffen zu schützen. In einem kürzlich veröffentlichten Gutachten hatte das Weiße Haus erklärt, „Cybersicherheit stellt eine der ernstesten Sicherheitsprobleme des 21. Jahrhunderts dar“. Das Kommando untersteht dem United States Strategic Command (STRATCOM).

Die Zahl der Attacken auf sicherheitsrelevante und militärische Computernetzwerke in den USA nehmen zu. Vizeverteidigungsminister William Lynn sprach von rund tausend Hacker-Attacken täglich auf die militärischen Netzwerke. Die Zahl der Angriff steige exponentiell. Die Attacken würden immer ausgeklügelter. In den vergangenen sechs Monaten hätten die USA mehr als 100 Millionen Dollar (knapp 71 Millionen Euro) ausgegeben, um Schäden zu beheben.

Bei der Abwehr haben die USA laut Lynn vor allem Russland und China im Visier. „Wir wissen, dass Russland und China über die Kapazitäten verfügen, bestimmte Elemente der Informationsinfrastruktur anderer Länder zu stören“, sagte der Anti-Terror-Experte. In Pekings Militärstrategie spiele der „Cyberkrieg“ eine vorrangige Rolle. Zahlreiche Attacken in der Vergangenheit gegen die USA und andere Länder „scheinen aus China gekommen zu sein“, sagte Lynn.

Nach US-Medienberichten gelang es Cyber-Piraten unter anderem, in eines der prestigeträchtigsten Bewaffnungsprogramme des Pentagon einzudringen: das Jagdflieger-Projekt F-35. Die Attacke sei über Computernetze von Subunternehmen geführt worden. Auch sei es Hackern im vergangenen Jahr mehrmals gelungen, in das US-Stromnetz vorzudringen.

Der Chef der National Security Agency (NSA), General Keith Alexander, sagte, die Sicherung der Freiheit im Cyberspace im 21. Jahrhundert sei für die USA so wichtig wie die Sicherung der Freiheit zu Land, in der Luft und auf See in den vergangenen Jahrhunderten. Die Nationale Sicherheitsbehörde, der mächtigste US-Geheimdienst, überwacht und entschlüsselt weltweit elektronische Kommunikation. Alexander soll das neue „Cyber-Kommando“ leiten.

afp

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