Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Medien Trauerzug gegen Redaktionsschließung bei der „Westfälischen Rundschau“
Mehr Welt Medien Trauerzug gegen Redaktionsschließung bei der „Westfälischen Rundschau“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:32 02.02.2013
Bei der Demonstration am Dortmunder Redaktionshaus und in der Fußgängerzone trugen die Teilnehmer schwarze Transparente mit der Aufschrift „Wir trauern um die lokale Meinungs- und Medienvielfalt“. Quelle: dpa
Dortmund

Mit einer „Trauerfeier“ haben etwa 700 Menschen am Samstag in Dortmund gegen die Schließung der Redaktion der „Westfälischen Rundschau“ durch die WAZ Mediengruppe protestiert. Die Demonstranten waren teils in schwarzer Kleidung gekommen, trugen Traueranzeigen auf Pappschildern und ließen schwarze Luftballons aufsteigen. Zu der Kundgebung hatten die Gewerkschaften Deutscher Journalisten-Verband (DJV) und Verdi aufgerufen.

Die WAZ Mediengruppe hatte vor zwei Wochen mitgeteilt, dass sie die Redaktion der „Westfälischen Rundschau“ (WR) mit 120 Mitarbeitern wegen Millionenverlusten schließt. Die WR-Lokalteile werden seit Monatsbeginn von anderen Zeitungen, darunter auch Konkurrenzverlagen, zugeliefert. Am Samstag erschien die erste nach diesem Modell produzierte Ausgabe.

Außerdem sollten von Februar an Redakteure freigestellt werden. Je nach Vertrag greifen die Kündigungen im Lauf der nächsten Monate. Die WAZ Mediengruppe hat angekündigt, dass für die entlassenen WR-Mitarbeiter ein Sozialplan mit Abfindungen gilt. Die Gewerkschaften fordern eine Transfergesellschaft für die entlassenen Mitarbeiter und kritisieren, dass die WAZ Mediengruppe sich daran finanziell nicht beteilige. Die WAZ-Geschäftsführung verwies dagegen auf den Sozialplan, der Abfindungen, gestaffelt nach Alter und Betriebszugehörigkeit vorsieht. Außerdem verhandele sie sehr wohl mit dem Betriebsrat über eine Transfergesellschaft, teilte die WAZ-Gruppe mit.

Bei der Demonstration am Dortmunder Redaktionshaus und in der Fußgängerzone trugen die Teilnehmer schwarze Transparente mit der Aufschrift „Wir trauern um die lokale Meinungs- und Medienvielfalt“. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) war nicht selbst anwesend, ließ aber ein Grußwort verlesen. Darin nannte er die Art und Weise, wie der WAZ-Konzern vorgegangen sei, „bedrückend und nicht akzeptabel“. Er sei nicht sicher, ob sich der Konzern nicht ein Eigentor geschossen habe.

Die Vorsitzende des DGB in der Region Dortmund, Jutta Reiter, sagte: „Wir brauchen kein Plagiat, sondern Meinungsvielfalt“. Der Betriebsratsvorsitzende der WR, Uwe Tonscheidt, erklärte: „Seit gestern erscheint die Zeitung ohne Redaktion“

Die WR ist eine von vier NRW-Zeitungen der WAZ-Gruppe. Die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ), „Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung“ (NRZ), „Westfalenpost“ (WP) und WR haben zusammen eine verkaufte Auflage von täglich 700.000 Exemplaren.

Die WAZ-Geschäftsführung hatte mitgeteilt, im Interesse des gesamten Unternehmens sehe man keine Möglichkeit, die WR-Redaktion zu erhalten. Die Lokalteile kommen künftig von der WAZ-eigenen WP sowie von den „Ruhr Nachrichten“ aus dem Dortmunder Medienhaus Lensing, vom „Hellweger Anzeiger“ (Verlag Rubens) in Unna und vom Märkischen Zeitungsverlag in Lüdenscheid, der zur Verlagsgruppe Ippen gehört.

Die WAZ-Gruppe ist auch in Thüringen und Niedersachsen sowie in Österreich und Osteuropa aktiv. Außer Tageszeitungen bringt sie Illustrierte, Fachzeitschriften und Anzeigenblätter heraus und verbuchte 2011 einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro.

dpa

Und wieder kommt eine dieser Sensations-Serien ins deutsche Fernsehen: SAT.1 zeigt ab Sonntag die preisgekrönte US-Reihe „Homeland“ mit Claire Danes und Damian Lewis.

Hannah Suppa 12.06.2013
Medien 250.000 Nutzer betroffen - Hacker greifen Twitter an

Neue US-Vorwürfe gegen die „Roten Hacker“ aus China: Schon die dritte große amerikanische Zeitung berichtet von einem Einbruch in ihr Computernetz. Zudem wurde diese Woche der Online-Dienst Twitter Ziel eines Angriffs Unbekannter.

02.02.2013

Neue Kritik aus den USA an der ZDF-Show „Wetten, dass..?“: Die renommierte „New York Times“ hält die populäre Sendung mit Markus Lanz für „ergraut“ und „schrullig“. Das ZDF spricht von einem Kult.

01.02.2013