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Medien 14 Tipps für Ihre Googlesuche
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09:37 20.10.2014
Foto: Mit diesen Tipps optimieren Sie Ihre Suche bei Suchmaschinen wie Google. Die meisten funktionieren auch bei Alternativen wie Bing und Yahoo.
Mit diesen Tipps optimieren Sie Ihre Suche bei Suchmaschinen wie Google. Die meisten funktionieren auch bei Alternativen wie Bing und Yahoo. Quelle: iStockphoto
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1. Anführungsstriche setzen: Mit den Anführungszeichen sucht man die Wörter genau in der vorgegebenen Reihen-
folge – ohne ein Wort dazwischen. Wer also mehr über die Händlerinitiative Neue Marktwirtschaft in Görlitz wissen will, sucht [„Neue Marktwirtschaft“], und vermeidet Tausende Einträge über die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Eine Verfeinerung bringt das [*]. Wer etwa ein Zitat sucht, sich bei einem Wort aber nicht sicher ist, kann wie in diesem Beispiel suchen [„Das also ist des * Kern“].

2. Suchbegriffe ausschließen: Wer seinen alten Schulfreund Thomas Müller sucht, der nichts mit dem WM-Helden zu tun hat, kann mit einem Minuszeichen viele Beiträge vermeiden. Der Eintrag [„Thomas Müller“ -Bayern -WM -Bundesliga] schließt die meisten Treffer zum WM-Helden aus. Er schließt aber auch Einträge aus, bei denen der Schulfreund in einem Fußballtext oder einem Bericht aus Bayern auftaucht.

3. Internetseiten bei der Suche ausschließen: Wer etwas finden will, was nicht von der deutschen Google-Seite stammt, kann mit dem Suchbegriff [google -site:google.de] diese Ergebnisse herausfiltern. Wenn es international sein soll, gilt [google -site:google.* -site:google.*.*]. Mit dem ersten Teil sortiert man die einfachen Endungen aus (.com, .de, etc.), mit dem zweiten etwa die für Großbritannien (co.uk).

4. Wenn man nicht ganz sicher ist: Mit dem Suchbegriff [Premiere OR Sky OR Arena] findet man Seiten, auf denen einer der Begriffe und damit einer der drei Pay-TV-Anbieter der vergangenen Jahre vorkommt. Auch wenn sich Suchmaschinen sonst bei der Groß- und Kleinschreibung nicht so anstellen: [OR] muss großgeschrieben werden.
5. Seiten gezielt durchsuchen: Wer hinter den Suchbegriff [site:] schreibt und dann eine Internetadresse, der findet nur
Ergebnisse von dieser Domain. Beispiel: Wer wissen will, was Altkanzler Schröder im Bundestag zum Irakkrieg gesagt hat, kommt mit dem Suchbegriff [„Gerhard Schröder“ Irak site:bundestag.de] schnell zu den Protokollen der Plenarsitzungen. Oft sind die Suchfunktionen auf Internetseiten schlechter als diese Suche von außen.

6. Dateitypen suchen: Mit dem Suchzusatz [filetype:] lassen sich gezielt Dokumenttypen suchen. Wer also eine Power-Point-Präsentation zu Edward Snowden sucht, gibt [„Edward Snowden“ filetype:ppt] ein. Wichtig: Keine Leerzeichen und den sonst üblichen Punkt vor dem Dateikürzel (.ppt) weglassen.

7. Verlinkungen finden: Wer sich mit den Inhalten einer Internetseite beschäftigt, dem hilft vielleicht auch, welche anderen Seiten auf die gesuchte Seite verlinken. Mit dem Suchzusatz [link:] lassen sich die Seiten mit Verlinkungen anzeigen. Beispiel: [link:max-mustermann.de].

8. Ähnliche Webseiten finden: Suchmaschinen speichern Seiten in Kategorien. Ähnliche Seiten liegen nebeneinander und lassen sich mit dem Suchzusatz [related:] finden. Wer etwa wissen will, was Waffenhersteller so alles machen und beim deutschen Produzenten Heckler & Koch startet, kann mit dem Suchbegriff [related:heckler-koch.com] ein paar Dutzend vergleichbarer Waffenhersteller finden.

9. Google-Land wechseln: Eine Suche auf der deutschen Google-Seite ergibt andere Ergebnisse als auf google.com oder anderen nationalen Seiten.
Standort festlegen: Google erkennt die IP-Adresse des Computers, weiß in der Regel, wo der Nutzer sich befindet und passt die Suche an – mit mehr lokalen Treffern und einer anderen Sortierung. Google steigert so seine Werbeeinnahmen. Wer also „Wetter“ oder „Markt“ eingibt, findet die Vorhersage für seine Stadt bzw. Hinweise zum nächsten
Wochenmarkt. Das lässt sich manuell unter den Suchoptionen ändern.

10. Ältere Ergebnisse finden: Google kopiert das Netz, sucht also nicht in Echtzeit. Wenn also etwa eine Nachrichtenseite wie spiegel.de aus Versehen den Tod eines Prominenten meldet, der gar nicht gestorben ist, dann ist das meist ein paar Minuten später schon nicht mehr zu sehen. Wer im Suchschlitz [cache:spiegel.de] eingibt, kommt zum Cache, also dem zuletzt von Google gespeicherten Bild der Seite, das manchmal mehrere Stunden alt sein kann – und findet mit etwas Glück noch das Kuriosum.

11. Blogs und wissenschaftliche Artikel finden: Im Bereich „spezialisierte Suche“ kann man Blogs gezielt nach Interessen suchen und, etwa für Schule oder Studium, Fachartikel finden, die bei einer herkömmlichen Suche untergehen würden.

12. Treffer in einem bestimmten Zeitfenster suchen: Wer etwas über das World Trade Center vor dem 11. September 2001 wissen will, der findet selbst mit einer spezialisierten Anfrage wie [World Trade Center New York -Anschlag -9/11 -Flugzeug] noch viele Millionen Treffer. In den Suchoptionen kann man nun statt „Beliebige Zeit“ einen Zeitraum festlegen, also etwa Einträge von der Eröffnung 1973 suchen.

13. Internetseite übersetzen: Perfekte Übersetzungen von ganzen Seiten gibt es noch nicht. Manchmal hilft es aber, nicht nur auf deutschen Webseiten zu suchen. Wer beispielsweise neueste Transfergerüchte der spanischen Liga erfahren will, sucht etwa nach Real Madrid weltweit, findet vielleicht die Seite der Sportzeitung „Marca“ und lässt sich die Seite übersetzen.

14. Suchbegriff im Titel der Seite finden: Soll der Begriff im Titel der Seite oder in der URL, der Adresse der Seite, zu finden sein, also sehr prominent stehen, muss man [intitle:] ohne Leerzeichen vor den Begriff schreiben. Die Suche [intitle:moppelkotze] findet dann etwa den Wikipedia-Eintrag, Rezepte der norddeutschen Speise und Beiträge der Satiresendung „extra3“, filtert aber zwei Drittel weniger relevante Treffer aus. Sollen mehrere Begriffe im Titel oder in der URL stehen, verwendet man statt [intitle:] den Suchzusatz [allintitle:].

Hinweis: Die meisten der Suchhilfen funktionieren auch bei den anderen großen kommerziellen Suchmaschinen wie Bing oder Yahoo.
Die [ ] dienen der besseren Lesbarkeit und werden nicht in das Suchfenster eingetragen.

Alternativen zu Google

Google ist die größte und bekannteste Suchmaschine. Es gibt aber brauchbare Alternativen. Andere Anbieter wie Bing von Microsofts sind gut und schnell, speichern aber in der Regel auch die Nutzerdaten. Wer sicherer unterwegs sein will, sucht bei den folgenden Anbietern:

Metager.de ist eine der ältesten Suchmaschinen. Sie wurde 1996 an der Uni Hannover entwickelt und ist eine klassische Metasuchmaschine, die standardmäßig mehr als 20 Suchmaschinen durchforstet. Metager speichert keine Nutzerdaten, keine Cookies und keine IP-Adressen.

Startpage.com aus den Niederlanden sieht aus wie Google. Es nutzt alleine die Google-Suche, anonymisiert aber die Daten der Nutzer. Die Seite funktioniert nur, so lange Google die Metasuche erlaubt.

benefind.de nennt sich eine soziale Suchmaschine. Für jede zweite Websuche geht ein Cent an eine Hilfsorganisation nach Nutzerwahl. Die Suchergebnisse kommen von Yahoo, das wiederum auf den Ergebnissen von Bing aufbaut.

Wolframalpha.com ist eine semantische Suchmaschine. Sie zeigt also nicht Suchergebnisse, sondern liefert – auf Englisch – Antworten auf konkrete Fragen wie „Who is Putin“.

Ixquick.com aus den Niederlanden nennt sich werbewirksam die „diskreteste Suchmaschine der Welt“. Ixquick speichert weder IP-Adressen noch werden Cookies platziert. Zwar durchsucht die Metasuchmaschine andere Anbieter, übermittelt dabei aber keine Daten der Suchenden. Zudem werden die Daten per SSL-Verbindung verschlüsselt.

kukuu.net kann mit einem geteilten Bildschirm zwei Suchmaschinen miteinander vergleichen. Wer oft in einem Themenbereich sucht, kann hier ausprobieren, welche Suchmaschine die für seine Zwecke beste ist.

Archive.org blickt in die Vergangenheit des Internets. Suchmaschinen speichern Internetseiten und suchen dann sozusagen auf den zu einem bestimmten Zeitpunkt gemachten Kopien. Auf diese Kopien kann man über archive.org zurückgreifen. Hier lässt sich etwa die Internetseite der „New York Times“ wenige Stunden nach den Angriffen auf das World Trade Center zeigen oder die Seite der französischen Sportzeitung „L’Equipe“ nach dem siebten Sieg von Lance Armstrong bei der Tour de France.

Search.creativecommons.org findet Inhalte, die in der Regel bei Nennung des Namens des Rechteinhabers kostenfrei für nicht kommerzielle Zwecke genutzt werden dürfen. Zur Sicherheit sollte man aber immer den Inhaber kontaktieren – den der Begriff nicht kommerziell ist eine Definitionsfrage.

Von Gerd Schild

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