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Medien Ermittler, die im Nebel 
stochern
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stochern
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00:15 08.10.2014
Beat Schmeisser (Marko Dyrlich) kurz vor seinem Tod, auf der Flucht durch das Ufergebiet in Konstanz. Quelle: ARD
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Konstanz

Der neue Bodensee-„Tatort“ mit dem lyrischen Titel „Winternebel“ will viel. Vielleicht zu viel. Gleich zwei Leichen finden die Kommissare Klara Blum (Eva Mattes) und Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) am Ufer des Bodensees. Der eine Tote: Markus Söckle, Maschinist auf einer Bodenseefähre. Der Zweite: Beat Schmeisser, der von Blums Schweizer Kollegen Matteo Lüthi (Roland Koch) bei der Verfolgung erschossen wurde. In Notwehr, sagt Lüthi. Doch bei dem Toten wird keine Waffe gefunden – und Blum muss ein Ermittlungsverfahren gegen den Kollegen eröffnen.

Zwei Leichen? An einem Tag? Am beschaulichen Bodensee? Blum und Perlmann wundern sich, und schnell kommt der Verdacht auf, dass beide Fälle zusammenhängen. Ab diesem Moment wird es für den Zuschauer kompliziert – nebenher „Tatort“ gucken, das geht jetzt nicht mehr. Denn die Verstrickungen fordern Konzentration. Zwei Leichen, eine Entführte, ein nicht sehr klug wirkender Kidnapper und dazu noch allerhand Ungeklärtes aus der Vergangenheit von Matteo Lüthi: Autor Jochen Greve und Regisseur Patrick Winczewski haben den „Tatort“ allzu voll gepackt. Das Drehbuch jagt von einer Szene, von einem Fall zum nächsten, die Figuren bleiben dabei leider etwas blass.

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Und dann: dieser unvermeidliche Nebel. Alles ist wie so oft in den „Tatort“-Folgen am Bodensee in fahles Licht getaucht. Fast wirkt es so, als könnten die Macher des Films es einfach nicht glauben, dass auch der Bodensee manchmal in bunten, kräftigen Farben strahlt.

Kathrin Drinkuth

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