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Medien Studio der „Tagesschau“ wird später fertig
Mehr Welt Medien Studio der „Tagesschau“ wird später fertig
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21:51 05.12.2012
Judith Rakers und ihre Kollegen senden bald aus einem neuen Studio. Quelle: ARD
Hamburg

„Im jetzt begonnenen Probebetrieb läuft noch nicht alles rund“, sagte NDR-Sprecher Martin Gartzke am Mittwoch. „Es zeichnet sich ab, dass das Studio deshalb nicht ganz so schnell auf Sendung gehen wird, wie die Beteiligten sich das wünschten.“ Einen Starttermin habe man aber nie genannt. Im Budget für die Erneuerung sei die Summe von 23,8 Millionen Euro vorgesehen. Gartzke: „Dieser Kostenrahmen wird aus heutiger Sicht eingehalten.“

Die „Bild“-Zeitung hatte gestern unter der Schlagzeile „Chaos bei der ,Tagesschau‘ berichtet, dass der Start eigentlich für den 60. Geburtstag am 26. Dezember geplant gewesen, inzwischen aber verschoben worden sei, und dass das Studio zudem immer teurer werde. Außerdem spekulierte die Zeitung, ob Talkmasterin Anne Will (46) zur „Tagesschau“ wechselt. Dies sei „alles Quatsch“, betonte Gartzke. Hintergrund sind ARD-interne Diskussionen, die Zahl der wöchentlichen Spättalks von fünf auf vier zu reduzieren. Es gebe keinen Auftrag an einen Intendanten, für Ex-„Tagesthemen“-Moderatorin Will „eine andere Beschäftigung zu suchen“, sagte der NDR-Sprecher, „sie moderiert ihre Sendung außerordentlich erfolgreich“.

Die Pläne, dass sich die ARD zum 60. Geburtstag der „Tagesschau“ ein neues Zuhause für ihre 20-Uhr-Nachrichten leisten will, waren im Frühjahr bekannt geworden. Damals hatten die ersten Bauarbeiten in Hamburg begonnen. „Wir wollen den Leuten das Gefühl geben: Die ,Tagesschau‘ ist auf der Höhe der Zeit“, sagte Chefredakteur Kai Gniffke damals.

Was die neue Ausstattung angeht, muss der „Tagesschau“-Fan sich nicht an allzu revolutionären Neuerungen gewöhnen. In der 20-Uhr-Ausgabe werde kein Sprecher Dinge an der Wand vorführen, versprach Gniffke damals. Sprecher Gartzke bestätigte gestern noch einmal: „Wir verzichten bei den Neuerungen auf Spielereien. Die ,Tagesschau‘ nutzt moderne Technik nur da, wo sie hilft, komplexe Sachverhalte besser darzustellen und zu erklären. Die ,Tagesschau‘ verzichtet aber auf Virtualität. Alles, was die Zuschauer auf dem Bildschirm sehen werden, wird real im Studio vorhanden sein.“ Damit wird sich die ARD-Sendung auch künftig vom „heute-journal“ im ZDF unterscheiden. Nach dessen Generalüberholung 2009 stehen die Moderatoren in einem Raum, den sie selbst auch gerne als die „grüne Hölle“ bezeichnen. Einziger Einrichtungsgegenstand: Ein Nussbaumtisch, der das Studio in Talk-Ecke und „Erklärraum“ gliedert. Auf einer virtuellen Wand werden Grafiken, Einspieler und Bilder präsentiert.

Von Nora Lysk (mit: dpa)

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