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Medien Spanische “Big-Brother”-Kandidatin während der Show vergewaltigt?
Mehr Welt Medien Spanische “Big-Brother”-Kandidatin während der Show vergewaltigt?
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09:32 04.12.2019
Im spanischen "Big Brother“-Container soll eine junge Frau vor zwei Jahren vergewaltigt worden sein. (Symbolbild)

Nach fast zwei Jahren hat Carlota Prado ihr Schweigen gebrochen: Über ihren Instagram-Account und später in einem TV-Interview sprach sie über erschreckende Details während ihre Zeit im "Big Brother"-Container - und machte so eines der wohl bestgehüteten Geheimnisse der spanischen Fernsehgeschichte öffentlich.

Die junge Frau soll während der Aufzeichnungen der Reality-TV-Show "Gran Hermano", der spanischen Version von "Big Brother", von einem Mann vergewaltigt worden sein. Zum Zeitpunkt der Tat sei Prado stark alkoholisiert und nicht bei Bewusstsein gewesen sein. In einem Interview mit "El Confi TV" sprach die 26-Jährige jetzt erstmals über das Geschehen.

Am Abend vor der mutmaßlichen Vergewaltigung hatten die Hausbewohner eine Party gefeiert, eine von vielen. "Ich erinnere mich, dass ich mir Sorgen machte, weil wir kaum etwas zu essen hatten und die Wirkung von Alkohol stärker sein könnte", so Prado in dem Interview. Die junge Frau begann, sich schlecht zu fühlen. "Das Letzte, woran ich mich noch gut erinnere, ist, in der Küche zu sein", sagte Prado. Dass sie gemeinsam mit einem anderen Kandidaten, mit dem sie während ihrer Zeit im Container eine Beziehung angefangen hatte, in einem Zimmer verschwunden war, wisse sie nicht mehr.

"Big Brother" zeigt Opfer Szenen der mutmaßlichen Vergewaltigung

Am nächsten Tag wurden die "Big Brother"-Kandidatin im "Beichtstuhl" mit den Geschehnissen der vergangenen Nacht konfrontiert. Ohne Vorwarnung oder psychologische Begleitung wurden der jungen Frau Szenen der Nacht vorgespielt. Ihre Reaktion auf das Videomaterial wurde von Kameras begleitet.

Prado war alleine in dem Raum, blickte auf den Fernseher. "Es hätte eine Person an meiner Seite, einen Psychologen oder jemanden geben sollen, der mir hilft, diesen harten Bildern zu begegnen", so Prado im Interview mit "El Confi TV". Ahnungslos schaute sie sich damals die Bilder an, schien mit der Zeit zu realisieren, was sich da gerade vor ihr abspielte. Verzweifelt hielt sie sich die Hände ans Gesicht, bekam nur schwer Luft, geriet in Panik und fing an zu weinen. Mehrfach bat sie darum, das Video anzuhalten. "Sie fragten mich nie, ob ich das sehen wollte ... Wenn sie mich gefragt hätten, hätte ich nein gesagt. Ich hätte diesen Scheiß nicht für den Rest meines Lebens in meinem Kopf haben wollen", erklärte sie jetzt gegenüber "El Confi TV".

Kandidat wurde aus der Show geworfen

José María, der auf den Videoaufnahmen lediglich zu hören war, wurde aus dem Container geworfen und von einem der Show-Verantwortlichen bei der Polizei angezeigt. Über Twitter gab "Big Brother" damals den Auszug bekannt: "Die Leitung von "Big Brother" hat beschlossen, José María aus der Show zu verbannen, weil er ein unangemessenes Verhalten gezeigt hat." Über die Hintergründe machten die Verantwortlichen vor zwei Jahren keine Details bekannt. Auch die Szenen von Prado im Beichtstuhl wurden der Öffentlichkeit damals nicht gezeigt.

"Bei "Gran Hermano" arbeiten viele Leute und ich verstehe nicht, wie sie das zugelassen haben, warum sie nichts getan haben", sagte Prado in dem Interview.

Während das Gericht den Fall verhandelt, haben sich Tausende mit Prado solidarisiert. Unter dem Hashtag #CarlotaNoEstasSola (Carlota, du bist nicht allein) unterstützen Twitter-User die junge Frau, die seit ihrem Auszug aus dem Container unter psychologischer Behandlung steht und arbeitsunfähig ist.

Inzwischen haben auch zahlreiche Unternehmen die während der Ausstrahlung von "Gran Hermano" platzierten Werbeblöcke zurückgezogen - darunter Nestlé, Nissan und L'Oréal.

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