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Medien Sonja Kirchberger nach Dschungelcamp-Aus: „Ich traue mich gar nicht, jetzt weiterzugucken“
Mehr Welt Medien Sonja Kirchberger nach Dschungelcamp-Aus: „Ich traue mich gar nicht, jetzt weiterzugucken“
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11:36 21.01.2020
Schauspielerin Sonja Kirchberger hält 60 Prozent der Dschungelcamper für schweigende Mitläufer. Quelle: TVNOW / Stefan Menne

Wie überraschend kam für Sie Ihre Rauswahl?

Ich war ein bisschen darauf vorbereitet, weil ich wusste, dass ich immer wieder anecke. Es war also nicht ganz so überraschend. Dennoch war der Wunsch natürlich da, dass ich länger bleibe. Ich wäre gern drinnen geblieben und hätte gern noch die eine oder andere Prüfung gemacht.

Was glauben Sie, warum Sie zu wenig Anrufe erhalten haben?

Den Grund weiß man natürlich nicht, aber ich denke schon, dass es auch daran lag, dass ich gegen etwas gesprochen habe, was unantastbar ist. Wenn jemand so einen schweren Schicksalsschlag wie Danni hatte, sollte man das besser nicht ansprechen. Ich habe gesagt, dass es mir leidtut, dass sie das für eine Entertainment-Show so verwendet. Das kam beim Zuschauer wohl weniger gut an.

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Vor allem Elena hat über Ihren Auszug sehr geweint …

Am Ende ist Elena eine Person, die da jetzt relativ allein im Dschungel ist. Die ist halt unangepasst, und das finde ich fantastisch. 60 Prozent der Leute haben ja wahnsinnige Angst, irgendetwas zu sagen, was dem Zuschauer nicht gefallen könnte.

Aber jemand wie Markus Reinecke hat sich auch schon klar gegen Danni positioniert.

Bei dem Dreiergespräch mit Danni und Markus war es ja so, dass ich gesprochen habe und Markus mir zugestimmt hat. Ich war der Überbringer der schlechten Nachricht und Markus hat mir recht gegeben. Was er danach noch gesagt hat, als er alleine im Dschungeltelefon war, weiß ich natürlich nicht.

Kannten Sie Danni Büchner denn schon vor dem Camp?

Nein, ich kannte so gut wie nichts von ihr. Aber ich möchte jetzt auch nicht über sie herziehen, sondern weiterhin meiner Linie treu bleiben. Dazu gehört, dass ich ihr die Sachen nur ins Gesicht sage und mich jetzt nicht zu ihr äußere, wo sie sich nicht wehren kann. Aber es gab schon Stimmen im Vorfeld, die mir gesagt haben, in welche Richtung es bei ihr gehen wird.

Und Sie haben mit Ihrer Meinung zu Danni nicht hinterm Berg gehalten …

Man muss nicht meiner Meinung sein, aber ich finde es ganz wichtig, dass man eine Meinung hat. Deswegen bin ich auch ein großer Fan von Elena. Sie ist eine junge, wunderschöne Frau, die ihre Meinung manchmal etwas zu wütend von sich gibt. Aber das liegt auch daran, dass sie sehr jung und sehr sensibel ist. Sie ist wie ein Schwamm, der sehr viel aufnimmt und Energien aufsaugt. Sie spürt genau, wer was sagt und aus welchem Beweggrund. Deswegen weiß ich auch gar nicht, wie es jetzt im Camp weitergeht. Ich traue mich gar nicht, jetzt weiterzugucken, weil mir das wirklich sehr wehtun würde, wenn da Elena jetzt allein an der Front ist. Von 60 Prozent der Dschungelteilnehmer – Mitstreiter kann man ja gar nicht sagen – kommt nichts. Wir waren 24 Stunden zusammen. Manchmal dachte ich sechs Stunden lang, wir sind in einem Schweigekloster. Wenn wir Dschungelhelden sein wollen, sind wir das nicht nur während der Prüfungen, in denen wir grausige Sachen essen müssen und zu irgendwelchen Schlangen in den Käfig kriechen müssen. Ich hätte wahnsinnig gern gute Gespräche geführt, ohne dass man den Eindruck hat, da drückt jetzt jemand auf die Tränendrüse.

Wer wird Ihrer Meinung nach Dschungelkönig?

Elena muss Dschungelkönigin werden. Wir brauchen so junge Leute, die eine Haltung und eine Meinung haben. Alles andere ist Stillstand. Wir haben genug Menschen, die sich durchs Leben schweigen. Wir brauchen Leute, die reden. Der Dschungel ist ein Mikrokosmos, eine Metapher auf das Leben. Wenn man sich etwas erschleicht oder erschweigt, ist das im Dschungelcamp nicht angebracht. Wir brauchen junge Leute, die den Mund aufmachen, und nicht irgendwelche, die glauben, dass sie was darstellen, weil sie den ganzen Körper tätowiert haben. Man muss nicht immer recht haben, aber wichtig ist der Dialog.

Von Thomas Kielhorn/RND

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