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Medien Schlappe für Fußballverband im Videostreit
Mehr Welt Medien Schlappe für Fußballverband im Videostreit
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14:51 13.05.2015
Von Patrick Hoffmann
Quelle: dpa
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München

Der Verband hatte die Clubs der vierten, fünften und sechsten Spielklasse in Bayern gezwungen, nur noch von ihm zugelassene Videoteams zu Dreharbeiten auf die Sportplätze zu lassen. Eine Akkreditierung bekamen jedoch nur jene Verlage, die dem Verband das Videomaterial kostenlos zur Verfügung stellten oder alternativ bis zu 1000 Euro Gebühr pro Spiel zahlten. Mehrere bayerische Medienhäuser hatten gegen diese Praxis geklagt.

Das Landgericht München hat dem Verband zudem verboten, die umstrittenen Zulassungsbedingungen für die kommende Saison 2015/2016 zu verwenden. Darin hatte sich der BFV teilweise das Hausrecht der Vereine übertragen lassen, um unliebsamen Kamerateams den Zutritt verweigern zu können. Zahlreiche Vereinsvertreter protestierten gegen diesen Passus, mussten aber unterschreiben. Anderenfalls hätte ihr Club in der kommenden Saison nicht mehr mitspielen dürfen. Diese Vereinbarung sei rechtswidrig, entschied das Landgericht. Der BFV hat allerdings Widerspruch gegen die einstweilige Vergüng eingelegt. „Wir werden deutlich machen, dass es nur darum geht, die Rechte der Vereine zu schützen“, schreibt der Verband.

Pikant: Der BFV betreibt seit dieser Saison eine eigene Internetseite mit Video- und Textbeiträgen rund um den Amateurfußball. Die Verlage haben deshalb eine Beschwerde bei der Landeskartellbehörde in München eingelegt. Dort soll geklärt werden, ob der BFV, einer von 21 Landesverbänden im Deutschen Fußball-Bund (DFB), seine Monopolstellung als Veranstalter ausnutzt. Eine Entscheidung wird für Ende Juli erwartet.

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