Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Medien RTL-„Bachelor" Jan entscheidet sich für Alissa
Mehr Welt Medien RTL-„Bachelor" Jan entscheidet sich für Alissa
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:53 20.02.2013
Traumpaar der Staffel drei: "Bachelor" Jan hat sich für Alissa entschieden. Quelle: RTL
Hannover

So hatten sich die Zuschauer der Sendung "Der Bachelor" das Finale in Südafrika nicht vorgestellt: Der begehrte Junggeselle Jan, um den an den vergangenen Mittwochabenden 20 Frauen gebuhlt hatten, entschied sich für die 25-jährige Alissa. Der 30-jährigen Fitnesstrainerin Mona erteilte er eine Abfuhr. Sie war mit ihrer natürlichen Art der Publikumsliebling - das Traumpaar schien bereits früh festzustehen. Dass es nun anders gekommen ist, kommentierten die Zuschauer im Internet am Mittwochabend eindeutig. Bei Twitter lag der "Bachelor" am Mittwochabend sogar in den Trends der meist kommentiertesten Schlagworte.

Jan fragte seine Auserwählte: "Fändest du es auch schön, wenn du die letzte Rose nehmen würdest?" Alissa: "Ja, ich nehme auch dich! Darauf habe ich so lange gewartet."

Als die erste Staffel der RTL-Show "Der Bachelor" 2003 über den Bildschirm flimmerte, sprachen Kritiker von "arabischem Kamelhandel". Mittlerweile hat RTL drei Durchgänge des "Bachelors" abgedreht. Die Quoten der Kuppelshow können sich sehen lassen - und der Junggeselle der zweiten Staffel, Paul Janke aus Hannover, tanzt ab April bei RTL im Showformat "Let´s Dance".

Im richtigen Leben wäre es die Vorhölle, mit 20 anderen Frauen um den Mann fürs Leben zu buhlen. Im Fernsehen setzen sich der Situation scharenweise Singles aus. Freiwillig. "Der Bachelor" heißt das TV-Format, das nicht etwa nach dem akademischen Abschluss benannt ist, sondern im Deutschen für das etwas altmodische Wort Junggeselle steht.

In den USA läuft zurzeit die 17. Staffel, in Deutschland stand am Mittwoch beim Privatsender RTL zum dritten Mal ein Finale der Kuppelshow an: Teilzeitjurist und Model Jan Kralitschka (36) aus Bad Honnef musste sich nach wochenlangem Aussieben am Mittwoch zwischen den letzten Kandidatinnen Alissa und Mona entscheiden - und er nahm Alissa.

Doch bevor der Schönling seiner Auserwählten jedoch die krönende Rose übergeben durfte, mussten die Damen noch die eine oder andere Hürde nehmen. Unter anderem stand ein Treffen mit Jans Eltern Helga und Heinz an. "Natürlich wäre es gut, wenn man sich mit den Schwiegereltern versteht", sagte Kralitschka.

Ob sich der 36-Jährige, der bereits zwei Kinder aus früheren Beziehungen hat, in der Staffel verliebt hat, darf er nicht sagen. So sieht es der Vertrag mit RTL vor. Die Sendung ist seit Mitte November abgedreht. Falls sich zwischen dem Bachelor und der Gewinnerin eine Beziehung entwickelt hat, müssen sie die bis zum Finale geheim halten. Nachbarn steckten einem Promi-Magazin bereits im Januar, dass der Junggeselle seit Kurzem mit einer "Jungen, Blonden" in seinem Bauernhaus wohnt.

Pech für Alissa und Mona: Sie sind beide brünett. Bei Kralitschkas "Bachelor"-Vorgängern währte die Liebe ebenfalls kürzer als die Drehzeit selbst: Marcel Maderitsch trennte sich 2003 schon kurz nach der Entscheidung. Bei Paul Janke und seiner Auserwählten war 2011 noch vor Ausstrahlung der letzte Folge Schluss. Zu künstlich die Kennenlern-Situation. Zu schwierig die Zeit der Gemeinhaltung, hieß es. Dabei hatten Woche für Woche Millionen vor dem TV mitgefiebert: Junggeselle Janke lockte 5,42 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 16,3 Prozent) vor den Fernseher und toppte damit den RTL-Magneten "Deutschland sucht den Superstar".

Auch dem aktuellen Junggesellen Kralitschka gelang das. Die mediale Resonanz auf die Kuppelshow war jedoch oftmals weniger vorzeigbar: Als 2003 die erste deutsche Staffel über den Bildschirm flimmerte, ging ein Aufschrei durch die Republik. "Menschenverachtend" befanden einige Kritiker und beschrieben die Frauen als "devote Püppchen", sogar von "arabischem Kamelhandel" war die Rede. Der Quote tat das keinen Abbruch. "Natürlich ist das Format ein bisschen 'trashig'", sagte der Medienpsychologe Jo Groebel. "Gleichzeitig spricht es aber auch ein Ur-Motiv der Frauen an: Die Vorstellung, DEN Richtigen im Leben zu finden." Es gehe aber weniger um die Identifikation mit den Kandidatinnen, sondern um das Verfolgen des Wettbewerbs. "Man hält zu seiner Favoritin - und regt sich über die anderen kräftig auf. Das zieht", erklärt Groebel. Ob das Konzept auch in viertes Mal in Deutschland ziehen wird? Die Macher von RTL sind laut eines Sprechers noch nicht sicher, ob es bald schon wieder heißt: "Nimmst du diese Rose von mir?".

dpa/sup

Medien Interview mit „Wild Germany“-Moderator - Manuel Möglich: „Es ist schwer, neutral zu bleiben“

Satanisten, Nazis, Pädophile: Manuel Möglich besucht für „Wild Germany“ die Randständigen der Gesellschaft und lässt sich von ihnen erzählen, warum sie sind, wie sie sind. Derzeit läuft die vierte Staffel der Sendung auf ZDFneo.

20.02.2013

Der Telekom-Anbieter Telefónica Deutschland zeigt seinen Nutzern, wie gut das O2-Mobilfunknetz in ihrer Nähe funktioniert. Über das Internet kann man erfahren, wie die Basisstationen im Umkreis arbeiten.

20.02.2013

Es hat sich ausgezwitschert. Twitter erreicht die Leute nicht, meint ausgerechnet Pirat Christopher Lauer. Er setzt wieder auf E-Mail. Läutet das das Ende eines (politischen) Kommunikationsmittels ein?

20.02.2013