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Medien Protest gegen Kürzungen bei „Frankfurter Rundschau"
Mehr Welt Medien Protest gegen Kürzungen bei „Frankfurter Rundschau"
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18:46 07.04.2011
Mitarbeiter der „Frankfurter Rundschau" protestieren gegen Kürzungen.
Mitarbeiter der „Frankfurter Rundschau" protestieren gegen Kürzungen. Quelle: dpa
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Mit starken Kürzungen will der Eigentümer der Zeitung, das Medienhaus M. DuMont Schauberg, das Millionendefizit des Blattes bekämpfen und bis 2013 aus den roten Zahlen kommen. „Die Krise der Zeitungsbranche wird auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen“, sagte Betriebsratsvorsitzender Marcel Bathis bei der Kundgebung vor dem Verlagsgebäude.

Der Leiter der Unternehmenskommunikation der Mediengruppe M. DuMont Schauberg, Wolfgang Brüser, sagte auf Anfrage: „Wir führen intensive Gespräche mit den Redakteuren. Daher geben wir keine öffentliche Stellungnahme ab.“

Die überregionalen Seiten der Zeitung sollen künftig in der Redaktion der „Berliner Zeitung“ entstehen. Viele Mitarbeiter der „Frankfurter Rundschau“ fürchten deshalb um ihren Arbeitsplatz und einen Verlust der politischen Grundlinie des traditionsreichen linksliberalen Blattes.

Nach Angaben von Bathis entstehen in Berlin 23 neue Stellen für Redakteure und Grafiker, doch rund 40 Menschen müssten mit Kündigungen rechnen. Die Gewerkschaft Ver.di Hessen fordert Abfindungen und Altersteilzeitregelungen.

Der Redaktionsausschuss der „Berliner Zeitung“ kündigte in einem Offenen Brief an die Chefredaktionen und den Verlag an, sie werde die Kollegen aus Frankfurt solidarisch unterstützen. Es müsse eine „ehrliche Planung“ geben, „die nicht in erster Linie Sparvorgaben erfüllt, sondern eine solide Zeitungsproduktion ermöglicht“.

dpa