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Medien Online-Muffel Peer Steinbrück muss nachrüsten
Mehr Welt Medien Online-Muffel Peer Steinbrück muss nachrüsten
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10:42 04.10.2012
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist kein Freund von Twitter und Facebook. Im Wahlkampf muss er die Medien dennoch bedienen. Quelle: dpa
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Berlin

Für den Wahlkampf wird Peer Steinbrück nach Einschätzung des SPD-Netzpolitikers Lars Klingbeil online deutlich zulegen. „Ich bin mir sehr sicher, dass man auch Peer Steinbrück überzeugen wird, den Dialog im Internet zu suchen“, sagte der netzpolitische Sprecher im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Der designierte Kanzlerkandidat werde sich sicherlich Hilfe für seinen digitalen Auftritt suchen.

Steinbrück gilt als Skeptiker von Sozialen Netzwerken. Sein Facebook-Auftritt betreuen seine Mitarbeiter. In einem Interview äußerte er sich kürzlich kritisch zu Twitter - das Medium passe nicht zu ihm: „Wenn es als inszeniert empfunden wird, verlieren Sie jede Glaubwürdigkeit.“

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Klingbeil gibt sich trotzdem zuversichtlich: „Man wird heute nicht Kanzlerkandidat sein können, wenn man nicht auf die ganzen Möglichkeiten des Netzes zurückgreift.“ Der Dialog im Internet werde sicherlich zu einem zentralen Baustein der Kampagne werden. Es sei dabei gar nicht wichtig, ob Steinbrück die digitalen Kanäle selbst bediene.

Auch Spitzenpolitiker wie die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) mache online keine schlechte Figur. Manchmal schreibe sie selbst, und manchmal lasse sie ihr Team die digitalen Kanäle betreuen. „Es muss nicht jeder selbst aktiv sein - da gibt es noch Stufen dazwischen“, sagte Klingbeil.

Auch im Willy-Brandt-Haus gebe es kompetente Mitarbeiter, die Soziale Netzwerke betreuten. „Das ganze muss auf den Spitzenkandidaten zugeschnitten werden“, forderte Klingbeil. Schon heute mache das Team gute Arbeit. Auch künftig solle sich der Dialog online durch „Schnelligkeit und Exklusivität“ auszeichnen - besonders im Wahlkampf.

dpa