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Medien Öffentlich-rechtliche Sender verbannen Schwan und Sodann
Mehr Welt Medien Öffentlich-rechtliche Sender verbannen Schwan und Sodann
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09:50 05.05.2009
Gesine Schwan
Gesine Schwan. Quelle: afp
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Die Düsseldorfer „Rheinische Post“ (Dienstagausgabe) berichtete vorab, ARD und ZDF wollten der SPD-Kandidatin Schwan keine öffentliche Plattform für Werbung in eigener Sache bieten und in den Wochen bis zur Bundespräsidentenwahl am 23. Mai auf Sondersendungen, Live-Interviews und Gastauftritte in Polit-Talkshows verzichten. „Wir berichten über Wahlkämpfe, analysieren Programme und Wählerentscheidungen. Die Bundespräsidentenwahl ist allerdings keine allgemeine Wahl und rechtfertigt deshalb auch nicht eine spezielle Berichterstattung im Vorfeld“, sagte WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn.

Linkspartei-Kandidat und Schauspieler Peter Sodann ist nach einem Vorabbericht der in Erfurt erscheinenden „Thüringer Allgemeinen“ (Dienstagausgabe) vorübergehend aus der Fernsehserie „Schloss Einstein“ des Kinderkanals Ki.Ka gestrichen worden. Die zuständige Saxonia Media Filmproduktion habe bestätigt, bis zur Wahl des Bundespräsidenten seien Sodanns Auftritte als Schuldirektor in der Ki.Ka-Serie unerwünscht, schrieb das Blatt. Der stellvertretende Fraktionschef der Linken im Bundestag, Bodo Ramelow, kritisierte die Entscheidung. Die Ki.Ka-Zuschauer seien am 23. Mai nicht wahlberechtigt.

MDR-Sprecher Stefan Mugrauer sagte der Zeitung, auch die 45 Tatort-Folgen, in denen Sodann den Kommissar Bruno Ehrlicher spielte, sollten bis zur Wahl nicht in der ARD wiederholt werden.

ddp