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17:26 04.10.2011

Andere möchten Berichte darüber lieber klein halten, sehen seine Bedeutung als überbewertet an besonders hinsichtlich seiner geringen Marktanteile im Vergleich zu Nokia-Handys. Und schließlich halten nicht wenige dieses Mobiltelefon für ein Statussymbol vor allem in Kreisen von Journalisten.

Allen Kritikern sei gesagt: Sie haben durchaus ihren Punkt. Dennoch kommen wir seit der neuesten Version dieses Mobiltelefons, das am vergangenen Wochenende in die Läden kam, nicht umhin, noch einmal im Detail auf eine Reihe technischer Erfindungen einzugehen, die tatsächlich berichtenswert sind: Neuheiten, die es bei anderen Handys nicht gibt.

Beispielsweise beim Display. Woran erkannte man bisher einen Besitzer dieses Telefons? Dass er es häufig vor der Nutzung am Hosenbein oder dem Hemd abwischte. Schweiß, Staub und Fettfinger haben bisher dem Bildschirm des Handys regelmäßig zugesetzt und die Optik verleidet. In der neuen Version dieses Geräts wurde daher ein neuartiges Display eingebaut, das Staub und Schweiß besser abweist als alles bisher in Handys verbaute Glas. „Oleophob“, also imprägniert und damit fettfeindlich ist das Glas, und nach ein paar Tagen Nutzung stellte sich in der Tat ein neuer Umgang ein: Sauber wischen reicht künftig einmal am Tag, ein großer Fortschritt. Erstaunlich nur, dass der Hersteller das nicht einmal in seiner Pressemitteilung zu dem Gerät erwähnte, ist es doch die augenfälligste Neuerung. Dem aus der Pflanzenwelt bekannten Lotoseffekt, der Wasser und Schmutz abperlen lässt, entspricht diese Neuerung allerdings nicht. Die Schlieren werden nur geringer sichtbar, sammeln sich aber nicht zu Schweißtropfen.

Ebenso muss man allen Kommentaren in den ersten Besprechungen im Internet widersprechen, die dem iPhone eine stark verbesserte Laufzeit attestieren. Wir haben zunächst keine Änderung der Akkuqualität festgestellt, es gilt weiterhin: morgens frisch aufgeladen, ist der Akku abends leer. Das ist eine subjektive Beobachtung, aber eine, die selbst der Hersteller auf seiner Webseite entgegen den Erwartungen der Fans angekündigt hat: Die Sprechdauer ist beim neuen wie beim alten Gerät mit bis zu fünf Stunden angegeben, der Stand-by ebenfalls gleich bei beiden Geräten mit bis zu 300 Stunden, und die Internetnutzung soll im UMTS bei beiden Geräten einheitlich bis zu fünf Stunden möglich sein; längere Surfzeiten erreicht man nach diesen offiziellen Angaben mit dem neuen Gerät nur, wenn man in einem WLAN surft (bis zu 9 Stunden statt sechs beim alten). Und eine verlängerte theoretische Sprechdauer ergibt sich laut Hersteller auch nur dann, wenn man außerhalb eines UMTS-versorgten Gebiets telefoniert. Da ist bei vielen Netzveröffentlichungen offenbar mehr der Wunsch der Vater des Gedanken.

Schon eher wird der Akku des neuen Telefons dadurch geschont, dass ein schnellerer, sparsamerer Prozessor zu Werke geht; das macht sich beim Abspielen von Musik und Video durchaus positiv hinsichtlich der Laufzeit des Akkus bemerkbar. Wie auch generell das neue Handy gefühlt schneller reagiert als das alte. Ist auch hier der Wunsch der Vater des Gedanken? Die „c’t“ zumindest hat in Messungen Geschwindigkeitsverbesserungen festgestellt.

Beeindruckende Fähigkeiten zeigt dieses Handy bei der erstmals möglichen Aufnahme von Videos. Mit einer festen Brennweite ausgestattet, gelingen damit durchaus ansehnliche Filmaufnahmen. Zoomen ist bei den 480 x 640 Pixel großen Videos nicht möglich, doch reicht die Technik für Schnappschussvideos in Ritschratschqualität. Ein Beispielvideo haben wir unter ­vimeo.com/5251700 im Internet veröffentlicht. Eigentlich sollte auch das direkte Hochladen aus dem Handy auf ein You­Tube-Konto gelingen, zumindest sieht es das Menü des Handys es so vor. Wir hatten damit allerdings zunächst keinen Erfolg. Und wir sind auf einen Fehler hereingefallen, den es noch zu klären gilt: Beim ersten Versuch wurde das Video um 180 Grad gedreht, also auf dem Kopf stehend hochgeladen – da war halt ein Linkshänder am Werk. Während es am Laptop und auf dem Handy selbst dennoch in der richtigen Orientierung angezeigt wurde, erschien der erste Upload bei Vimeo falsch herum. So etwas im Nachhinein zu korrigieren ist schon lästig, das kann nicht jedes Videobearbeitungsprogramm.

Auf der Höhe der Zeit ist nun die Fotografierfunktion des Handys: Drei Megapixel große Bilder kommen dabei heraus. Beim Bilderaufnehmen ist jetzt auch Fokussieren möglich: entweder durch Autofokus oder durch einen Fingertipp auf den scharf zu stellenden Bereich. Da darf man freilich keine Fotos wie aus einer Digitalkamera oder gar einer digitalen Spiegelreflexkamera erwarten, doch sind die erhaltenen Schnappschüsse brauchbar.

Weitere Neuerung: ein eingebauter Kompass. Er ist mehr als Spielerei. Er dient bei der Navigation per Straßenkarte als Ausrichtungshilfe fürs Handy. Von Navigon bereits für mehr als 70 Euro erhältlich ist eine Navigationssoftware, die man sich aus dem App Store des Herstellers herunterladen kann und mit der das Mobiltelefon im Auto zum waschechten Navi werden soll (was wir bisher nicht getestet haben). Auch ohne diese Zusatzsoftware taugt die Kartenfunktion mit dem Kompass durchaus als verbesserte Hilfe für Fußgänger oder wenn man einen Beifahrer im Auto bittet, die angezeigten Wegeabschnitte vorzulesen.

Schließlich ist eine neue Suchenfunktion im überarbeiteten Betriebssystem dieses Handys hervorzuheben. Damit kann man über jegliche Programme auf dem Handy hinweg nach Einzeldaten suchen. In der Praxis taugt das vor allem als Speicherstation für die diversen Kennwörter, die man auf Dauer anhäuft: Diese Suchenfunktion greift auch auf die Notizblätter zu, die man im Handy anlegt. Und das gelingt rasant, wie generell das überarbeitete Betriebssystem in der Version 3.0 vieles beschleunigt. Das lässt sich auch auf ältere iPhones laden und ist empfehlenswert.

Fazit: Das neue Handy macht einmal mehr Spaß im Alltag. Wäre es nur nicht so teuer, so kompliziert bei der Vertragsgestaltung und so widerspenstig gegenüber Kritikern.

msc

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