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Medien Netzgemeinde ulkt über Pferdefleisch-Skandal
Mehr Welt Medien Netzgemeinde ulkt über Pferdefleisch-Skandal
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08:36 18.02.2013
Von Kristian Teetz
Kalauer gibt es derzeit in Hülle und Fülle. Quelle: dpa
Hannover

Bei Aldi gebe es bestimmt bald „Gaultaschen“, scherzt der eine. Über die Bezeichnung „Lasagne al bronco“ freut sich der Nächste. Und wieder ein anderer erfindet die „Pizza LiPIZZAner“.

Ein Twitterer mahnte am Wochenende, inmitten der Krise das Gute nicht zu verkennen: „Schimmel in der Lasagne“ bedeute heute nicht mehr, dass etwas verdorben sei. Es gehe einfach nur um die korrekte Bezeichnung.

Nicht nur für Humoristen ist das Thema ein gefundenes Fressen. Auch die Werbewirtschaft reagiert bereits. Der Schweizer Lebensmittelkonzern „Hero“ ließ am Wochenende flugs Zeitungsanzeigen schalten, in denen er deutlich machte, dass seine Dosenravioli über jeden Verdacht erhaben seien: „Wir wollen ja nicht darauf rumreiten“, heißt es in der Anzeige, aber Hero Ravioli seien „garantiert mit Schweizer Rindfleisch“ gemacht.

Unterdessen probieren es auch die Freunde des echten und des offen deklarierten Pferdefleisches mit einer Prise Humor. In der Rossschlachterei Plaumann im brandenburgischen Prenzlau etwa werben seit dem Wochenende Schilder mit grinsenden Pferdeköpfen: „Essen ist Pfertig.“ Das von ihm angebotene Fleisch sei das beste, das man bekommen könne, sagt der Schlachtermeister, „eine Delikatesse“. Zugleich allerdings betonen Politiker aller Parteien in Berlin, es sei Betrug, Pferdefleisch als Rindfleisch auszugeben; wenn die Strafen nicht reichten, müsse man sie anheben.

Auf so tierischen Ernst lässt sich die scherzende Internetgemeinde schon gar nicht mehr ein. Hobbysatiriker drehen das Thema längst weiter, genüsslich und mit viel Phantasie. Was muss geschehen, so wird gefragt, wenn demnächst auch noch Seepferdchen in Fischstäbchen nachgewiesen werden? Oder ein Pferdeschweif in der Ochsenschwanzsuppe? Auch sei es nur eine Frage der Zeit bis zum ersten Pferdeapfel im Obstregal. Geblödelt wird sogar über die passende musikalische Begleitung in diesen Tagen. Ein Musiktipp des Tages lautet „Time to Wonder“ von, na klar, Fury in the Slaughterhouse. Fehlt nur noch Diana Ross – inklusive „Meat and Greet“.

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