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Medien „NBA 2K13“: Konkurrenzlos gut
Mehr Welt Medien „NBA 2K13“: Konkurrenzlos gut
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12:24 13.10.2012
Spieler wie Derrick Rose sind bei "NBA 2K13" nicht nur am Aussehen, sondern auch an den Bewegungen zu erkennen. Quelle: 2K Sports
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Hannover

Kobe Bryant hat den Mund sehr voll genommen. Bei den Olympischen Spielen in London sagte der Superstar der L.A. Lakers, dass das aktuelle Dream Team der USA besser sei als die legendäre Mannschaft aus dem Jahr 1992 mit „Magic“ Johnson, Larry Bird und co. Michael Jordan, Anführer der damaligen Super-Truppe, hatte dafür nur ein müdes Lächeln übrig. Doch obwohl „His Airness“ auch im Alter von 48 Jahren noch seine Dunk-Fähigkeiten unter Beweis gestellt hat, kann es kein gerechtes Duell der beiden Teams geben. „NBA 2K13“ könnte jedoch Abhilfe schaffen und den Streit beenden:  In der Basketballsimulation sind beide Mannschaften spielbar – und können so zumindest virtuell gegeneinander antreten.

Neben den „Dream Teams“ kann der Spieler natürlich auch die Kontrolle über die aktuellen NBA-Mannschaften übernehmen, mit anderen legendären Mannschaften spielen oder mit einem Promi-Team – das vom Mädchenschwarm und Sänger Justin Bieber angeführt wird.

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Ansonsten hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht allzu viel verändert, was nicht verwunderlich ist, schließlich galt „NBA 2K12“ als beste Basketballsimulation auf dem Videospielmarkt. Die Steuerung wurde allerdings etwas erweitert: Der rechte Analogstick des Controllers dient nun nicht mehr nur zum Werfen, sondern auch zum Dribbeln. Schnelle Bewegungen, Richtungsänderungen und Tricks sind dadurch etwas einfacher durchzuführen. Dennoch ist „NBA 2K13“ kein simples Basketballspiel. Zwar können auch Anfänger mit etwas Übung den Korb treffen, passen oder Rebounds holen. Die Feinheiten der Steuerung wie besonders spektakuläre Dunks oder Dribbelbewegungen bleiben jedoch Profis vorenthalten. Dazu sollten „NBA 2K13“-Spieler mit den Regeln des Spiels vertraut sein und die Aufgaben der verschiedenen Positionen wie Point Guard oder Center oder gar Spielzüge wie das Pick and Roll kennen. Zwar gibt es Übungsbereiche und die Trainingslager, in denen Legenden wie Hakeem Olajuwon einige Tricks verraten – richtige Tutorials gibt es jedoch nicht.

Schade ist, dass der Legenden-Modus aus dem Vorgänger gestrichen wurde. Neben den üblichen Spielen gibt es dafür neue Streetball-Modi und den Association-Modus, in dem der Spieler auch Trainer- und Manageraufgaben übernimmt. Am spannendsten ist jedoch erneut der Karriere-Modus. Dabei wird zuerst ein Spieler erstellt, bevor es im „Rookie Showcase“ darum geht, mit anderen jungen Talenten sein Können unter Beweis zu stellen, um von den Profi-Teams ausgewählt zu werden. Ziel ist am Ende der Karriere die Aufnahme in die Hall of Fame, wozu der Spieler seine Fähigkeiten jedoch stetig verbessern muss. Für gute Leistungen gibt es dabei keine Erfahrungspunkte mehr, sondern „VC“ (virtuelle Währung). Damit können die Fähigkeiten wie 3-Punkte-Wurf, Passen oder Dunks verbessert werden oder sogenannte „Signature Skills“ erlernt werden. Diese neuen Fähigkeiten sind besonders stark: So verbessert der Spieler die Wurfkünste seiner Teamkollegen oder vermeidet Fehlpässe.

Die Grafik wurde in „NBA 2K13“ nur im Detail verbessert, die Präsentation wirkte aber bereits im Vorgänger dank Kamerafahrten und Aufmachung wie eine echte Sportübertragung. Die Animationen wurden ebenfalls verfeinert: Fans werden ihre Lieblingsspieler nicht nur am Aussehen, sondern auch an den Bewegungen wiedererkennen. Dazu kommt, dass die Schwächen von anderen Sportspielen bei „NBA 2K13“ die Stärken sind: Die Stadien samt Publikum sind realistisch inszeniert und keine hohle Kulisse. Und die Kommentatoren sind fast das Highlight der Reihe: Kevin Harlan, Steve Kellogg und Steve Kerr kommentieren das Spiel auf englisch stets passend mit Anekdoten und Hintergrundinfos. Bei spektakulären Spielzügen lassen sie sich sogar zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Auch der Hip-Hop-lastige Soundtrack, für den Mitproduzent Jay-Z verantwortlich ist, trägt zur Atmosphäre bei.

Dank der feinen Veränderungen ist „NBA 2K13“ etwas besser als der Vorgänger – und löst ihn als beste Basketballsimulation ab. Neue Spielmodi und bessere Tutorials würden einem potentiellen „NBA 2K14“ jedoch nicht schaden.

„NBA 2K13“ gibt es für Xbox 360, Playstation 3 und PC. Es ist ohne Altersbeschränkung freigegeben und kostet zwischen 30 und 50 Euro.

jhf