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Medien Manipulationen bei RTL: Fast jeder siebte Beitrag eines Reporters war gefälscht
Mehr Welt Medien Manipulationen bei RTL: Fast jeder siebte Beitrag eines Reporters war gefälscht
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17:52 24.07.2019
Ein Reporter von RTL Nord hat über Jahre Beiträge manipuliert. Quelle: dpa
Köln

Sechs Wochen nach Bekanntwerden von Manipulationen eines Reporters von RTL Nord hat der Sender nun Bilanz gezogen. In 104 Reportagen für das Mittagsjournal „Punkt 12“, an denen der Reporter beteiligt war, hat laut RTL-Mitteilung ein Überprüfungsteam 14 Manipulationen festgestellt. In einigen Fällen sei der Verdacht zur Zeit noch nicht abschließend zu klären. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hat sich RTL von dem Journalisten getrennt.

RTL beschreibt Vorgehensweise des Reporters

Der Reporter habe Redaktion und Zuschauer systematisch und vorsätzlich getäuscht, heißt es nun in der Mitteilung des Senders zur Zwischenprüfung. In seinen Reportagen habe er Protagonisten dazu gebracht, Dinge zu behaupten, die nicht geschehen seien. Auch habe er nachgestellte Szenen nicht als solche kenntlich gemacht. Bei Selbstversuchen habe der Reporter von der Dauer der Experimente falsch berichtet. Auch dass er in Beiträgen auf Archivbilder zurückgriff, um diese so stärker zu machen, kennzeichnete er nicht. Vielmehr noch soll es suggeriert haben, dass er diese Bilder frisch gedreht habe.

„Wir sind erschrocken, dass trotz unserer umfangreichen Kontrollmechanismen ein Mitarbeiter über Jahre hinweg vorsätzlich täuschen und manipulieren konnte. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit dem Qualitätsmanagement unserer Abnahmeverfahren deutlich ausgebaut und werden zusätzlich Beiträge von unseren Reportern stichprobenartig kontrollieren“, wird RTL-Chefredakteur Michael Wulf vom Sender zitiert. Künftig will der Sender Beiträge stichprobenartig überprüfen. Auch sollen Mitarbeiter bei Zweifel an der Echtheit von Beiträgen einen anonymen Hinweis auf mögliche Unregelmäßigkeiten an ein zentrales Postfach schicken.

Von RND/goe

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