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Medien Lanz ohne Glanz bei „Wetten, dass...?“ – aber mit Routine
Mehr Welt Medien Lanz ohne Glanz bei „Wetten, dass...?“ – aber mit Routine
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16:41 20.01.2013
Offenburg

Er hat geketzt, gelästert, gestichelt. Aber am Ende hat sie Tom Hanks seinen Hollywood-Kollegen doch nicht madig genug gemacht, die sonderbare Unterhaltungsshow, die in Deutschland immer noch erstaunlich viele Menschen (am Sonnabend: 9.04 Millionen) vor den Fernseher zieht. „Wetten, dass...?“, Sonnabend aus Offenburg, hatte mit Denzel Washington einen echten Hollywoodstar und zweifachen Oscar-Gewinner zu Gast – der 2013 auch noch Chancen auf einen dritten hat. Und: Washington hatte offenbar Spaß. Machte einen Mützenwitz, auf seinen Kollegen gemünzt, und verteilte später Brezeln im Kino. Mittendrin statt nur dabei.

Immerhin ein bisschen Glanz für eine sehr bodenständige Ausgabe, die vierte unter Markus Lanz. Der hatte Sonnabend nur zwei Music-Acts (Leona Lewis und Caligola), die Talks mit den Sofa-Gästen blieben eher seicht, die Wetten verliefen zügig. Folge: Lanz war sogar vor der eigentlich im Protokoll erwarteten Zeit fertig. Ein Novum, welches Vorgänger Thomas Gottschalk verwundert die Augen reiben lassen sollte.

Die Sportler Magdalena Neuer und Robert Harting, die Schauspieler Matthias Schweighöfer und Christiane Hörbig, Comedian Ralf Schmitz, Koch Horst Lichter und Moderatorin Andrea Kiewel spaßten mehr oder minder erfolgreich mit dem nach wie vor schnell begeisterten Lanz („Sensation!“). Da waren die Wetten, um die es bekanntlich auch gehen soll, doch unterhaltsamer. Bernhard Siegel (24) aus Oberbayern erkannte am Klang, wie viel Flüssigkeit in Flaschen ist – Wettkönig. Ansonsten: Flikflaks auf Laufgeräten, Münzenversenken mit Gabelstaplern, Massageöl-Raten und Kuh-an-der-Milch-erkennen als Kinderwette. Nicht weltbewegend, aber auch schon deutlich abwechslungsarmer gesehen.

Spannend war im Vorfeld vor allem die Frage, wie Lanz mit der Schleichwerbeaffäre umgeht. Beim Vorstellen des Siegerautos wird sie geschickt umschifft, indem Lanz den Wagen eher wahrnimmt als vorstellt. Anfangs scherzte Cindy aus Marzahn dagegen noch, ihr Kleid sei von Osram (Lanz: „Schon wieder Schleichwerbung“). Immerhin hat Cindy, verkörpert von Ilka Bessin, genug Eigenwerbung gemacht. Sie bekommt einen Vertrag für drei weitere Folgen. Und Lanz weiterhin ein bisschen Leben in die Bude.

Von Sebastian Scherer

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