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13:45 21.11.2012
Schauspielerin Caroline Peters spielt Sophie Haas in dem Quotenhit „Mord mit Aussicht“. Sie fühlt sich nicht als reine Kommissarin - denn wichtig sei in der Reihe nicht das Verbrechen, sondern die Komik bei den Ermittlungen. Quelle: dpa
Trier

In der Eifel tummeln sich die Ermittler nur so. Zwischen Mooren und Maaren, zwischen Vulkanen und Vieh, finden sich immer wieder neue Tote, die blutrünstigen Verbrechen zum Opfer gefallen sind. Dutzende Schriftsteller und Autoren mit einer guten Nase für Mord und Totschlag haben in den vergangenen Jahren die Eifel zum wohl bekanntesten deutschen Krimiland gemacht. Allen voran der Erfinder des Eifelkrimis, Jacques Berndorf (76), der noch im November seinen Detektiv Siggi Baumeister im neuen Roman „Eifel-Bullen“ zum 22. Mal auf eine mörderische Spur schickt.

Die ARD-Quotenhitserie „Mord mit Aussicht“ setzt jetzt auf den Eifelkrimi-Boom noch einen drauf: Jeden Dienstagabend verfolgen zwischen fünf bis sieben Millionen Zuschauer, wie Schauspielerin Caroline Peters als Kriminalkommissarin Sophie Haas aus dem erfundenen Eifelort Hengasch im Kreis Liebernich ermittelt. Die Eifel spiele für die Serie eine große Rolle, sagt Peters. „Weil sie sehr inspirierend ist. Das versunkene Westdeutschland der eigenen Vor-Mauerfall-Jugend fällt einem dort wieder ein.“

Wenn Sophie Haas mit Bärbel Schmied und Dietmar Schäffer zwischen Milchkannen und Dorfkneipen Verbrecher aufspürt, stehe aber gar nicht der Krimi im Vordergrund, sagt die Schauspielerin. Sondern eher die Komik bei den Ermittlungen. „Wir machen so einen klassischen auf Schauspielern basierenden Humor. Das scheint total ungewöhnlich zu sein in der deutschen Fernsehlandschaft.“ Peters habe kein Interesse gehabt, „die 35. Kriminalkommissarin“ im deutschen Fernsehen zu werden, die Jeans und Rucksack trage und pfiffig Fälle löse. Für sie sei „Mord mit Aussicht“ ein „Anti-Krimi, der sich mehr für Eigenheiten als alles andere interessiert“.

Der Boom an Eifelkrimis sei ungebrochen, sagt Krimibuchautor und Verleger Ralf Kramp aus Hillesheim (Kreis Vulkaneifel). Und wie die erfolgreiche Serie „Mord mit Aussicht“ zeige: „Es finden sich immer wieder neue Spielarten.“ Anfangs sei die Eifel oft in einem düsteren und finsteren Szenario erschienen. Jetzt aber sei sie Schauplatz eines „hochintelligenten Humors“. Er selbst sei großer Fan der Serie: „Ich würde am liebsten direkt darin wohnen.“

Jacques Berndorf, der schon gut fünf Millionen Bücher verkauft hat, begründet den Erfolg der Eifelkrimis so: „Wir geben der Provinz ein Gesicht und stellen Probleme so dar, wie es sie gibt.“ Zwei Drittel aller Deutschen lebten in der Provinz und könnten sich daher mit den Geschichten identifizieren. Er sei aber der Ansicht, dass der Schauplatz Eifel auch im Hunsrück oder der Pfalz liege könne. Es gebe in Deutschland ja auch noch andere erfolgreiche Regionalkrimis.

In der Eifel habe sich allerdings inzwischen eine einmalige „kriminalistische Infrastruktur“ entwickelt, sagt der Leiter des Krimifestivals „Tatort Eifel“, Heinz-Peter Hoffmann. Etwa mit einem Krimihotel, Krimicafé, Kriminalhaus und eben dem Krimifestival. Dieses gilt als bundesweit größter Treffpunkt der Krimi- und Filmszene - und wird vom 13. bis 22. September 2013 wieder zahlreiche Krimifans in die Eifel locken.

Beim letzten „Tatort Eifel“ 2011 wurde „Mord mit Aussicht“ in Daun (Kreis Vulkaneifel) mit dem Roland-Filmpreis ausgezeichnet. Ob es denn eine nächste Staffel der Serie gibt? „Das wird alles verhandelt gerade“, sagt Peters, die am Burgtheater in Wien regelmäßig auf der Bühne steht. Bisher habe sie ihren beruflichen Schwerpunkt im Theater gesehen. „Das wird sich jetzt zeigen in den nächsten Monaten, ob sich das verschiebt oder nicht“, meint sie.

Eine andere Serie als „Mord mit Aussicht“ komme für sie aber nicht infrage. „Bei Serien, da bin ich monogam“, sagt die gebürtige Mainzerin, die in Köln aufwuchs. Sie könnte sich aber Spielfilme gut vorstellen. Etwa wie den Psychothriller („Im Netz“) von Isabel Kleefeld, in dem sie die Rolle einer Frau übernommen habe, deren Identität im Netz geklaut wird. Der WDR-Film komme im März 2013 ins Fernsehen. Privat lese sie aber keine Krimis, sagt Peters. „Ich lese wahnsinnig gerne Romane. Aber Krimis, dazu habe ich noch nie Zugang gefunden.“

dpa

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