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Medien Kreative Kleberei bei "Paper Mario: Sticker Star"
Mehr Welt Medien Kreative Kleberei bei "Paper Mario: Sticker Star"
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21:24 15.12.2012
In "Paper Mario: Sticker Star" bekommt es Nintendos Klempner wieder mit seinem Erzfeind Bowser zu tun. Quelle: Nintendo
Hannover

Marios Erzfeind Bowser hat in „Paper Mario: Sticker Star“ ausnahmsweise mal nicht die Prinzessin entführt. Dennoch verdirbt der traditionelle Bösewicht den Bewohnern des Pilzkönigreichs den Abend – oder genauer gesagt die Nacht. Die Toads haben sich mit Mario und der Prinzessin versammelt, um das Stickerfest zu feiern, bei dem ein Sticker-Komet den Feiernden einen Wunsch erfüllen soll. Bowser zerstört den Kometen jedoch, der daraufhin in fünf Royal-Sticker zerbricht. Marios Aufgabe ist es, diese besonderen Aufkleber wiederzufinden und Bowser zu besiegen.

Dazu hüpft der kleine Klempner seinen Gegnern zwar wie sonst auf den Kopf – ein Jump’n’Run ist „Sticker Star“ aber nicht. Wie üblich in der „Paper Mario“-Reihe geht es in seinem neuen Abenteuer darum, Rätsel zu lösen und Gegner rundenweise in Rollenspiel-Manier zu besiegen. Dazu benötigt Mario die namensgebenden Sticker, die er überall in der Welt finden kann. Mit dem Stiefel-Aufkleber springt Mario seinen Gegnern klassisch auf den Kopf, der Hammer lässt ihn zuschlagen, die Feuerblume verleiht ihm Schusskraft. Drückt der Spieler im richtigen Moment die Angriffstaste, wird die Attacke verstärkt. Ist der Gegner an der Reihe, wird so auch die Verteidigung mit dem richtigen Timing verbessert. „Sticker Star“ wurde im Gegensatz zu den „Paper Mario“-Vorgängern jedoch um einige Rollenspielelemente reduziert. Mario steigt nun nicht mehr im Level auf, sondern wird im Verlauf des Spiels stärker, indem er bessere Sticker findet.

Unter den Dutzenden von Stickern sind auch Spezialfähigkeiten wie die Schere, die bei Bossgegnern großen Schaden anrichtet – schließlich ist die Welt, wie man es bei „Paper Mario“ kennt, aus Pappe gebastelt.

Besonders knifflig sind die Rätsel in „Sticker Star“ geraten. Auf Knopfdruck kann Mario die Welt „papierisieren“ und Sticker in die Landschaft kleben. So bringt er mit einem Ventilator-Aufkleber Windmühlen zum Drehen oder weckt schlafende Gesellen mit einer Trompete auf. Die Rätsel können allerdings auch frustrieren, weil es Nintendo-untypisch nur wenig Hilfestellung gibt und manche der wichtigen Sticker sehr gut versteckt sind.

Das besondere Merkmal der „Paper Mario“-Reihe ist weiterhin die Präsentation. Das Pilzkönigreich sieht aus, als könnten man es nachbasteln: Sämtliche Charaktere, Landschaften und Gegenstände im Spiel scheinen aus Pappe zu sein. Der 3-D-Effekt ändert zwar nichts an den flachen Pappkreationen, erzeugt jedoch eine plastische Welt auf dem Nintendo 3DS. Zur gelungenen Präsentation passt auch die beschwingte Musik, in denen sich alte Mario-Melodien wiederfinden.

Wegen der teils etwas zu kniffligen Rätsel und des reduzierten Rollenspielanteils kann „Paper Mario: Sticker Star“ seine Vorgänger zwar nicht übertreffen. Dank der kreativen Ideen, der tollen Präsentation und dem Mario-typischen Gameplay macht sein neuestes Abenteuer dennoch viel Spaß.

„Paper Mario: Sticker Star“ gibt es für den Nintendo 3DS. Es ist ohne Altersbeschränkung freigegeben und kostet etwa 45 Euro.

jhf

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