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Medien Jörg Pilawa: „Ich werde auch mal zum Klugscheißer“
Mehr Welt Medien Jörg Pilawa: „Ich werde auch mal zum Klugscheißer“
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07:17 10.04.2019
Deutschlands Quizonkel: Moderator Jörg Pilawa. Quelle: Henning Kaiser/dpa
Hannover

Er moderierte unter anderem die Flirtshow „Herzblatt“, das Ratespiel „Wer gegen wen“ und führte durch die RBB-Talksendung „Riverboat“. Den meisten ist Jörg Pilawa als der Quizonkel im deutschen Fernsehen bekannt. Am 4. April hat er sein erstes Quizmagazin auf den Markt gebracht. Pilawas neuestes Projekt ist nun ein Quiz im Miniformat vor Beginn der „Tagesschau“ im Ersten (19.45 Uhr, ab 29. April).

Herr Pilawa, von keinem Fernsehformat gibt es so viele verschiedene Sendungen wie von der Quizshow. Was macht für Sie die Faszination aus?

Quizshows sind das einzige Unterhaltungsformat, das komplett interaktiv ist. Du sitzt auf dem Sofa und bist dabei. Du rätst mit und hast das Gefühl, dass du mehr weißt als der auf dem Stuhl. Das ruft so viele Emotionen hervor: Man freut sich, man fiebert mit, man ist beeindruckt oder man ärgert sich. Außerdem denkt man doch immer, dass man was „Gutes“ guckt, weil man was lernt.

Erinnern Sie sich noch daran, welche Quizsendung Sie als Erstes geguckt haben?

Ich kann mich noch gut an „Der große Preis“ erinnern, als ich Kind war. Davon gucke ich mir heute noch manchmal alte Bänder an. Es ist phänomenal, wie schwer die Fragen waren. Quizzen war damals nur was für Experten.

Es gab zuletzt einige Prominente, die ein Magazin mit ihrem Namen rausgebracht haben. Guido Maria Kretschmer mit „Guido“, Barbara Schöneberger mit „Barbara“. Ihr neues Quizmagazin hingegen heißt nicht „Jörg“ – sondern „Pilawa“.

Mal ehrlich: Jörg ist ein Name, der nie mehr in Mode kommen wird. Das war mal eine kurze Epoche in den 60er-Jahren. Auf der Straße werde ich auch ganz oft mit „Pilawa, du“ angesprochen. Selbst meine Freunde aus der Schulzeit nennen mich nicht Jörg, da heiße ich „Pille“. Von daher passt Pilawa schon sehr gut zum Produkt.

Man quizzt heute im Internet, interaktiv gegen fremde Gegner. Ist dann nicht ein Magazin fast ein bisschen „oldschool“?

Aber ist genau das nicht schön? Das ist eine Form von Entschleunigung. Ich nehme auch mal eine Tageszeitung in die Hand, die Haptik ist doch toll.

Sie haben sich mal dagegen gewehrt, der „ewige Quizonkel“ zu sein. Mittlerweile scheinen Sie sich damit ganz wohl zu fühlen.

Es gibt wenige Moderatoren, die so lange diesen Job machen und so ein Branding haben wie ich. Wenn man das 20 Jahre erfolgreich macht, dann bin ich gern für alle der Quizonkel.

Werden Sie im Freundeskreis manchmal angesprochen mit „Jörg, das musst du doch wohl wissen“?

Ich habe tatsächlich viel von dem, was ich mal gelernt habe, vergessen. Man merkt sich ja nur Dinge, die man spannend oder lustig findet. Aber natürlich kommt das schon mal vor, dass ich mit meiner Familie zusammensitze und dann plötzlich eine Frage stelle, die mich beeindruckt hat. Ich werde dann auch mal zum Klugscheißer.

Bei welchem Thema dürfte man Sie nie als Joker einsetzen?

In der Kategorie Film bin ich eine Niete. Ich bin ein richtiger Anti-Cineast. Meine Kinder sagen immer: Ich geh’ mit Papa nur dann ins Kino, wenn er mal wieder schlafen muss. (lacht)

Eine Millionenfrage über Jörg Pilawa würde lauten…

Vielleicht: „Mit welcher Fernsehsendung begann bundesweit die Karriere von Jörg Pilawa?“ Das weiß kein Mensch.

Und wie lautet die Lösung?

„Zwei gegen Zwei“. Das lief 1994 und war eine Talkshow auf Pro7.

Ende April startet Ihr neues Quizformat „Quizzen vor acht“, direkt vor der „Tagesschau“. Auch da sollen Zuschauer wieder interaktiv mitquizzen können. Wie groß ist bei so etwas die Sorge vor einem Technikproblem?

Es gibt zwei Sätze, bei denen ich immer skeptisch werde. Erstens, wenn im Freundeskreis jemand sagt: „Das könnte mir nie passieren.“ Zweitens, wenn mir ein Internetexperte sagt: „Das ist kein Problem.“ Jedem kann alles passieren. Ich gehe davon aus, dass es läuft – aber eine Garantie gibt es nie.

Sie haben noch nie selbst an einer Quizshow teilgenommen.

Ich bin noch nie eingeladen worden. Das ist doch eine Frechheit, oder?

Würden Sie denn eine Einladung annehmen?

Auf keinen Fall. (lacht) Ich bin ja froh, dass keiner fragt. Ich kann doch nur verlieren, weil jeder erwartet, dass ich alles weiß. Und wenn ich bis zur letzten Frage durchmarschiere, sagen alle: „War doch klar.“ Und wenn ich an der ersten Frage scheitere – dann wird es sehr unangenehm.

Von Lena Obschinsky / RND

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