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Medien Jimi Hendrix wäre 70 geworden
Mehr Welt Medien Jimi Hendrix wäre 70 geworden
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13:52 21.11.2012
Am 27. November 2012 wäre Jimi Hendrix, der innovativste Gitarrist, den die Rockgeschichte je hervor gebracht hat, 70 Jahre alt geworden. Quelle: dpa
Berlin

Es rauschte, brummte, heulte und krachte: Als Jimi Hendrix vor 45 Jahren beim Monterey Pop Festival seine Gitarre auf der Bühne anzündete und zerschlug, waren die Massen von der Leidenschaft des jungen Amerikaners elektrisiert. Nach seinem Erfolg in Europa wurde der Mann aus Seattle nun auch in seinem Heimatland zu einem Star. Es folgte eine Rock-Karriere, die wie viele von Höhen und Tiefen, Hits, Einsamkeit und Drogenproblemen bestimmt war. Am Ende währte sie nur vier Jahre. Am 27. November wäre der innovativste Gitarrist, den die Rockgeschichte je hervor gebracht hat, 70 Jahre alt geworden.

Seine musikalische Karriere begann Hendrix im Alter von 20 Jahren. Er begleitete Stars wie Curtis Knight, Ike & Tina Turner oder Sam Cook an der Gitarre. „Jimi stahl mir die Show. Ich dachte, die Leute applaudierten mir, aber sie applaudierten ihm“, erinnerte sich Little Richard später.

Hendrix wollte mehr als nur Begleitmusiker sein, eine eigene Karriere als Gitarrist, Sänger und Songwriter starten. In New York gründete er Mitte der sechziger Jahre seine erste Band Jimmy James and the Blue Flames. Doch für seine unkonventionelle Art die Gitarre mit den Zähnen und auf dem Rücken zu spielen, war das amerikanische Publikum noch nicht reif.

1966 überredete ihn Chas Chandler, Bassist der Band The Animals, mit ihm nach London zu kommen. Gemeinsam mit dem Schlagzeuger Mitch Mitchell und dem Bassisten Noel Redding gründete er die Band The Jimi Hendrix Experience. Die Show des Gitarristen entwickelte sich zu einer Sensation und Hendrix zu einem schwarzen Star mit einem weißen Publikum. Musiker wie Paul McCartney, Pete Townshend und Eric Clapton besuchten die Shows - und waren begeistert. „Ich bin total nervös gewesen. Plötzlich kamen Leute wie John Lennon hinter die Bühne“, sagte Redding in einem Interview.

Die erste Single der Band, eine Interpretation des amerikanischen Folksongs „Hey Joe“, schaffte es auf Platz sechs der britischen Charts. Die Band veröffentlichte bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1969 drei Alben mit populären Titeln wie „Purple Haze“, „Little Wing“ oder „Vodoo Chile“. Das letzte Album „Electric Ladyland“ schaffte es bis auf Platz eins der amerikanischen Billboard-Charts.

Mit seiner Rock-Version der amerikanischen Nationalhymne „The Star Spangled Banner“ demonstrierte Hendrix 1969, beim Festival von Woodstock, seine experimentellen Fähigkeiten. Neben den bekannten Motiven der Hymne imitierte er mit der Gitarre Maschinengewehre, Bombeneinschläge und Militärflugzeuge. Für Hendrix war es mehr als nur ein Protest gegen den Vietnamkrieg. „Wir protestieren nicht, wir geben Antworten - eine Art Lösung“, erklärte Hendrix einem Journalisten. Der Auftritt gilt bis heute als einer der größten Momente der Rockgeschichte.

Mit dem rasanten Aufstieg und den hohen Erwartungen kam der schüchterne Musiker aus Seattle nicht zurecht. Hendrix begann, immer mehr Drogen zu konsumieren und sich zurückzuziehen. „Das ist der Fluch der Genialität: Du bist allein. Niemand versteht die Tiefen, in die du dich begibst, um dich auszudrücken. Du kannst niemanden dorthin mitnehmen“, versuchte Eric Clapton einst den Zustand von Hendrix zu erklären. Man finde Dinge, die sehr beängstigend seien und die man allein überleben müsse. Hendrix schaffte es nicht. Er starb am 18. September 1970, im Alter von 27 Jahren, zuvor hatte er Schlaftabletten und Alkohol konsumiert.

Mit seiner innovativen Spielweise beeinflusste Hendrix die Entwicklung der Rockmusik maßgeblich. Neben den bis dahin unbekannten psychedelischen Sounds auf der E-Gitarre war Hendrix einer der ersten Gitarristen, die ausufernde Soli zu einem wichtigen Bestandteil der Rockmusik machten und so die Gitarre in den Vordergrund rückten.

dpa

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