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15:16 26.06.2012
In den östlichen Bundesländern und im Saarland ist man lieber off- als online. Quelle: dpa
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Berlin

Immer offline statt online sind 17,1 Millionen Deutsche ab 14 Jahren, wie die Studie „(N)Onliner Atlas 2012“ ergab, die am Dienstag in einer Online-Pressekonferenz vorgestellt wurde.

Für ältere Menschen sei es besonders wichtig, einen Zugang zum Internet zu finden, da sie so Behördengänge oder sogar einen Gang zum Arzt vermeiden könnten, meinte der Geschäftsführer des Forschungsinstituts TNS Infratest, Robert Wieland. Oft seien Angst oder Berührungsängste der Grund für ihre Internetabstinenz. „Dabei könnten sie live mit ihren Enkeln kommunizieren, auch wenn sie weit weg wohnen.“

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Doch nicht nur ältere Menschen gehen nicht ins Internet, auch unter den jüngeren Deutschen gibt es Offliner: immerhin rund 3 Prozent unter den 20- bis 29-Jährigen. Bei ihnen sei es jedoch schwierig, sie ins Netz zu kriegen, sagte Wieland. „Diese jungen Leute lehnen das Internet meist pauschal ab – wie einige andere einen Fernseher.“ Eine Quote von 100-prozentiger Internetnutzung könne kaum erreicht werden.

Zu ihrem alltäglichen Leben gehört das Netz laut der Studie dagegen für knapp 76 Prozent der Deutschen – 53,2 Millionen. Die Zahl der Webnutzer stieg im Vergleich zum vergangenen Jahr um weniger als 1 Prozentpunkt. Rund drei Prozent der Offliner planten jedoch, sich einen Internetzugang zuzulegen. Auffällig sei auch der Unterschied zwischen Männern und Frauen bei der Nutzung des Internets, sagte Wieland. Während mehr als 80 Prozent aller Männer im Netz surften, seien nur 70 Prozent der deutschen Frauen online.

In den östlichen Bundesländern und im Saarland sind besonders viele Deutsche offline. In Sachsen-Anhalt, dem Saarland und Mecklenburg-Vorpommern leben im Bundesvergleich die wenigsten Internetnutzer – nur rund 68 Prozent gehen hier ins Netz. Spitzenreiter sind dagegen die Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen mit rund 80 Prozent. Baden-Württemberg ist das Flächenland mit der höchsten Internetnutzung – 78,2 Prozent.

Für die repräsentative Studie hat die Initiative D21 in diesem Jahr mehr als 30.000 Telefoninterviews geführt und ausgewertet.

dpa

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