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Medien Interesse an Google Street View wie nirgends sonst auf der Welt
Mehr Welt Medien Interesse an Google Street View wie nirgends sonst auf der Welt
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17:40 19.11.2010
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Der Straßenbilderdienst Street View ist nach Angaben von Google bei seinem Start in Deutschland auf größeres Interesse gestoßen als irgendwo sonst in der Welt. In keinem anderen Land, in dem das Angebot zur Verfügung steht, habe es am ersten Tag so viele Abrufe gegeben, teilte der Internetkonzern am Freitag mit. Am Donnerstag, dem ersten Tag des neuen Angebots, seien dadurch weltweit mehr als doppelt so viele Street-View-Bilder wie an normalen Tagen aufgerufen worden. Allerdings hatte es auch in keinem anderen Land so erbitterte Diskussionen über das neue Google-Angebot gegeben.

Google räumte zudem auch ein, dass es Fälle gegeben habe, in denen Gesichter oder Häuser nicht vollständig unkenntlich gemacht worden seien. Derzeit sei das Unternehmen dabei, diese Fälle zu bearbeiten. Bei Google Street View können sich Internetnutzer in Fußgängerperspektive durch die Städte bewegen.

Etwa 250.000 Menschen haben nach Angaben von Google Widerspruch gegen die Veröffentlichung der Ansichten ihrer Häuser eingelegt. Die betroffenen Häuser erscheinen im Dienst gepixelt. Nach Angaben von Google habe es nach dem Start aber auch viele Anfragen von Menschen gegeben, die darum baten, ihr Haus sichtbar zu machen. Dies sei aber nicht möglich, da ein Mehrfamilienhaus auch dann digital verwischt werden muss, wenn nur ein Mieter einen entsprechenden Antrag gestellt hat. Das Foto-Rohmaterial habe Google zudem in Absprache mit den deutschen Datenschutzbehörden unwiederbringlich unkenntlich machen müssen.

Das Angebot basiert auf Bildern, die das Unternehmen mit Kamera-Autos gemacht und digital zu 360-Grad-Ansichten zusammengesetzt hat. Zu den Städten, die nun komplett online zu sehen sind, gehören neben Hannover unter anderem auch Nürnberg, Leipzig, Mannheim, Bremen, Bielefeld und Dresden.

afp

19.11.2010
Imre Grimm 19.11.2010