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Medien „Ich bin ein Star“: So läuft die große RTL-Dschungelshow ab
Mehr Welt Medien „Ich bin ein Star“: So läuft die große RTL-Dschungelshow ab
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15:15 14.01.2021
Daniel Hartwich (links), Dr. Bob und Sonja Zietlow sind bei „Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow“ in Köln dabei. Quelle: Stefan Menne/ TVNOW
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Köln

Sintflutartige Niederschläge und verheerende Buschbrände konnten dem RTL-Dschungelcamp in den vergangenen 14 Staffeln nichts anhaben. Sogar den viertägigen Kurzbesuch von Schlagersänger Michael Wendler überstand das erfolgreichste Realityformat Deutschlands 2014 ohne größere Blessuren. Doch in diesem Jahr verzichtet RTL coronabedingt auf die TV-Übertragung aus Down Under. Anstatt im australischen Dschungel am Lagerfeuer zu sitzen, verschlägt es die zwölf mehr oder weniger prominenten Teilnehmer in den nicht ganz so großen Vorstadtdschungel von Köln.

„Ich hätte die lange Reise und den damit verbundenen Jetlag durchaus gerne auf mich genommen, damit wir unter normalen Umständen produzieren können“, sagt Moderator Daniel Hartwich zum RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Ansonsten freue ich mich natürlich diebisch darüber, dass ich dieses Jahr angemessen kalkweiß in den deutschen Frühling starte. Und nicht schon leicht sonnengebräunt von Australien.“

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Seine Kollegin Sonja Zietlow sieht es ähnlich optimistisch: „Ich vermisse jetzt schon unsere jährliche Produktion in Australien, dafür freue ich mich aber, dass es dennoch im Januar für uns etwas zu tun gibt und vor allem eine Unterhaltung für die Zuschauer.“ Dennoch bremst sie die Erwartungshaltung der Fans ein bisschen: „Eigentlich ist unsere Studioshow ja nur ein Vorbereiten auf den richtigen Dschungel. Diesen kann man nämlich einzig und allein in Australien produzieren“, so Zietlow zum RND. Daher wird sich die 15-tägige Sendung nicht nur wesentlich von den vorangegangenen 14 Staffeln unterscheiden, sondern trägt auch einen veränderten Titel: „Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow“.

Gewinner erhält „Goldenes Ticket“ und 50.000 Euro Siegprämie

Anders als in den Vorjahren wird am Ende auch kein Dschungelkönig oder keine Dschungelkönigin gekürt, sondern der Gewinner erhält ein „Goldenes Ticket“, mit dem er automatisch beim nächsten regulären RTL-Dschungelcamp dabei ist. Versüßt wird ihm die Teilnahme mit einer Siegprämie in Höhe von 50.000 Euro. Neben den beiden Moderatoren Zietlow und Hartwich wurde eigens der beliebte Dr. Bob aus Australien eingeflogen, der zwar nur gelernter Rettungssanitäter ist, aber bei den Dschungelprüfungen stets an der Seite der Kandidaten wacht.

Gesendet wird aus einem Kölner Industriegebiet, in dem normalerweise TV-Formate wie „Stern TV“ und „Wer wird Millionär?“ gedreht werden. Nur wenige Meter davon entfernt befindet sich das Studio, in dem normalerweise „Denn sie wissen nicht, was passiert“ mit Barbara Schöneberger, Günther Jauch und Thomas Gottschalk produziert wird. Dieser Titel lässt sich eindeutig auf die Kandidaten übertragen, die sich nicht wirklich auf das neue Showkonzept vorbereiten konnten.

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RTL-Dschungelshow: Diese zwölf Kandidaten sind dabei

So viel ist bisher bekannt: „Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow“ ist ein Mix aus bekannten Realityformaten wie „Promi Big Brother“ (Sat.1) und „Das Sommerhaus der Stars“ (RTL). Nach RND-Informationen wird die Sendung in drei Studiokomplexen produziert. So gibt es ein klassisches TV-Studio, aus dem jeden Abend live gesendet wird und wo die Moderatoren ehemalige Dschungelpromis wie Prince Damien oder Willi Herren empfangen werden. In einem zweiten Studio werden die Dschungelprüfungen stattfinden, die nicht auf dem Außengelände durchgeführt werden können. Im dritten Komplex sind die zwölf Promis in vier Gruppen à drei Personen im dreitägigen Wechsel in einem sogenannten Tiny House (dt. Minihaus) untergebracht. Diese Bleibe ist laut „rtl.de“ nur 18 Quadratmeter groß und besteht aus Schlafzimmer, Küche und Bad. Auf der Toilette gibt es nur Sägespäne als Klospülung.

Der neue Titelsong der Show, „Prisoner“ (dt. Gefangener) von Miley Cyrus feat. Dua Lipa, war schon mal ein kleiner Hinweis auf das Tiny House. Nach RND-Informationen wurden die Kandidaten, die bereits seit Mittwochnacht eingezogen sind, gebeten, Thermounterwäsche einzupacken. Klingt ganz so, als sei auch das neue Konzept kein Zuckerschlecken für die Teilnehmer.

Apropos, wie in jedem Jahr sorgt die Namensliste mal wieder für viel Häme. Oft wird bemängelt, dass man die Kandidaten wie Ex-„Bachelor“ Oliver Sanne oder „Eis am Stiel“-Fotomodell Bea Fiedler größtenteils nicht (mehr) kennen würde. Dabei ist das seit jeher Kennzeichen solcher Realityformate. Egal ob bei „Promis unter Palmen“ (Sat.1), „Kampf der Realitystars“ (RTL II), „Promi Big Brother“ (Sat.1) oder „Das Sommerhaus der Stars“ (RTL) – stets sind die Begriffe „Promi“ und „Star“ ironisch zu verstehen.

Mal ernsthaft, wer glaubt tatsächlich, dass jemand wie Schlagersängerin Helene Fischer, Moderator Günther Jauch oder Schauspieler Til Schweiger bei so herrlichem Blödsinn mitmachen würden?

Von Thomas Kielhorn/RND

Der Artikel "„Ich bin ein Star“: So läuft die große RTL-Dschungelshow ab" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.