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Medien Hannes Jaenicke überzeugt als Hauptverdächtiger
Mehr Welt Medien Hannes Jaenicke überzeugt als Hauptverdächtiger
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16:12 16.10.2011
In der Rolle des Hauptverdächtigen brilliert Hannes Jaenicke.
In der Rolle des Hauptverdächtigen brilliert Hannes Jaenicke. Quelle: ARD
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Als eitler, arroganter, hochintelligenter und auch ein wenig verlogener Autor Ruben Rath bietet er Kommissarin Klara Blum (Eva Mattes) Paroli, die gewohnt ruhig und tiefgründig analysiert. Im SWR-„Tatort“ mit dem Titel „Das schwarze Haus“ zerstört ein Serienmörder die Idylle in einer Künstlerkolonie. Nach und nach tötet er die – reichlich klischeehaften – Vorstandsmitglieder eines Kulturvereins: die schnippische Galeristin, den bankrotten Komponisten sowie den Maler, der seine Aktmodels belästigt.

Blum und ihr Kollege Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) erkennen schnell, dass die Todesumstände Raths Krimis mit Titeln wie „Stromunfälle“ und „Auf Messers Schneide“ ähneln. Der Schriftsteller will von dem aber nichts wissen. „Die Landpolizei hat nichts zu tun und freut sich jetzt über ein bisschen Abenteuerlust“, erklärt er Blum seine Sicht der Dinge.

Drehbuchschreiber Thomas Bohn räumt den Figuren viel Platz ein, sich zu entfalten. Das kommt vor allem im Zusammenspiel von Mattes und Jaenicke zur Geltung. Die Kommissarin lässt sich vom Autor aber nicht beirren. Raths autistischer Sohn und dessen Freundin geraten in ihr Visier. Blum und Perlmann, die weiterhin ihr eigenwilliges Verhältnis zueinander pflegen, fahnden gewohnt unaufgeregt nach dem Verbrecher. Und mit Erfolg, versteht sich.

„Das schwarze Haus“, ARD, 20.15 Uhr

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