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Medien Gottschalk zum zweiten Mal ausgezeichnet
Mehr Welt Medien Gottschalk zum zweiten Mal ausgezeichnet
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23:02 26.09.2009
Thomas Gottschalk Quelle: ddp
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Zwei Preise gingen an das ARD-Drama „Ein halbes Leben“. Hauptdarsteller Josef Hader wurde für seine Darstellung eines verzweifelten Frauenmörders als bester Hauptdarsteller geehrt, Nikolaus Leytner erhielt den Fernsehpreis als bester Regisseur.

Eine unabhängige Jury, bestehend aus Produzenten, Journalisten, Schauspielern und Fernsehschaffenden kürte die besten Leistungen des vergangenen Fernsehjahres. „Fernsehschelte ist derzeit groß in Mode. Die Preisträger zeigen eindrucksvoll, zu welch herausragenden Leistungen das Fernsehen fähig ist“, sagte die Jury-Vorsitzende Bettina Böttinger. Zeitgeschichte und historische Aufarbeitung blieben genreübergreifende zentrale Themen des Mediums.

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So wurden „Wir sind das Volk“ (Sat.1) als bester Mehrteiler ausgezeichnet, die ARD-Produktion „Mogadischu“ wurde zum besten Fernsehfilm gekürt. Senta Berger erhielt für „Schlaflos“ den Preis als beste Schauspielerin.

Zum zweiten Mal in Folge ging der Deutsche Fernsehpreis für die beste Serie an RTL, in diesem Jahr für „Der Lehrer“. Überraschungssieger in der Kategorie „Beste Comedy“ waren die „TV-Helden“, von denen RTL nur zwei Ausgaben ausgestrahlt hat. Der Ehrenpreis der Stifter ging an Alfred Biolek für sein Lebenswerk. Insgesamt erhielt das ZDF vier der Preise, jeweils zwei Preise gingen an ARD und RTL, einer an Sat.1.

Die Preisverleihung wurde in diesem Jahr von Sat.1 ausgerichtet. Der Sender übertrug die Veranstaltung ab 20.15 Uhr zeitversetzt aus dem Coloneum. Moderiert wurde die Gala von Bastian Pastewka und Anke Engelke, die dafür in die Rollen der Volksmusik-Stars Wolfgang und Anneliese schlüpften.

Ein Eklat ist bei der diesjährigen Preisverleihung ausgeblieben. Im vergangenen Jahr hatte der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki für Aufregung gesorgt, weil er völlig überraschend den ihm zugedachten Ehrenpreis der Stifter ablehnte und dabei das seiner Ansicht nach niveauschwache deutsche Fernsehen scharf kritisierte.

ddp