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Medien Google sammelte „versehentlich“ private Daten für Street View
Mehr Welt Medien Google sammelte „versehentlich“ private Daten für Street View
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19:56 15.05.2010
Quelle: dpa
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Dies teilte der ranghohe Google-Manager Alan Eustace am Freitag (Ortszeit) mit. Google habe diese Daten aber nie für seinen Dienst Street View genutzt und werde sie „so schnell wie möglich“ vernichten. Die Google-Fahrzeuge seien einstweilen gestoppt worden. Eustace entschuldigte sich - Google habe dabei versagt, das Vertrauen der Bürger zu gewinnen.

Google habe die Panne entdeckt, nachdem der Hamburger Datenschutzbeauftragte eine entsprechende Anfrage gestellt habe, erklärte Eustace weiter. In Deutschland gibt es zahlreiche Widerstände gegen den Straßenfoto-Dienst. Deswegen hatte sich Google mit Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) darauf geeinigt, dass Google sein neues Angebot in Deutschland erst startet, wenn die von Bürgern eingereichten Widersprüche vollständig umgesetzt sind. So müssen die betroffenen Wohnungen, Häuser und Gärten vollständig unkenntlich gemacht werden. Der Vorgang sei ein weiterer Beleg dafür, „dass Datenschutz für Google noch immer ein Fremdwort ist“, sagte ein Sprecher von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) am Sonnabend. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar forderte „eine detaillierte Prüfung“ des Umgangs von Google mit personenbezogenen Daten durch unabhängige Behörden. Google kündigte an, das Erfassen von WLAN-Funkstationen durch seine umstrittenen Kamera-Autos für den Dienst Street View zu stoppen und auch nicht wieder aufzunehmen.

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Für Street View lässt Google Straßen und Häuser fotografieren. Datenschützer kritisieren, dass die Fotos auch Privatgebäude zeigen und dies Dieben oder Einbrechern in die Hände spielen könnte. Außerdem sind Menschen und Autos zu sehen, die sich zum Zeitpunkt der Aufnahmen auf den Straßen befinden.

afp