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Medien „Game of Thrones“-Ende: Wie geht es weiter in Westeros?
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20:07 20.05.2019
Heerschau: Daenerys (Emilia Clarke) ist im Finale der Serie die „Königin der Asche“ geworden, die sie nie werden wollte. Quelle: Foto: HBO
Los Angeles

Es war einmal. Die achte und letzte Staffel „Game of Thrones“ ging in der Nacht zu Montag episch, melancholisch, überraschend und mit einem Hoffnungsschimmer für das Volk von Westeros zu Ende: Könige in Westeros werden ab sofort gewählt, die Krone nicht mehr vererbt. Möge der Beste gewinnen. Vielleicht gibt es sogar bald ein Parlament. Ein Staffelfazit.

Ein Mordsaufwand bei „Game of Thrones“

Für den Kampf im tiefsten Dunkel der Alliierten gegen die Armee der Toten in Folge drei hätte man gern eine Nachtsichtbrille gehabt. Der Brandschatzungsflug von Drachenkönigin Daenerys in Folge fünf fand dann bei Tage statt, als sie ihren letzten Drachen wie einen fliegenden Vesuv Feuer auf die Hauptstadt Königsmund spucken ließ. Viele Bilder von Staffel acht waren großes Kino.

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Daenerys’ Wahnsinn

Ist man siebeneinhalb Staffeln einer heißgeliebten Weltklasseheroine gefolgt, die dann im Handumdrehen von ratlosen Drehbuchautoren geopfert wurde? Mitnichten. Drachenkönigin Daenerys wurde nicht über Nacht zur impulsiven, irren Gnadenlosen. Ihr Sündenfall – die Hinrichtung eines ehemaligen Sklaven – geschah bereits in Staffel fünf, und man erinnert sich gut an das schlangenartige Zischen der empörten Bürger von Meereen nach der (ungerechten) Exekution.

Superschnell erzählt

Seit der siebten Staffel hatte das Erzähltempo von „Game of Thrones“ angezogen, wurde die Episodenzahl ohne Not verringert. In der achten Staffel überschlugen sich die Ereignisse dann. Nicht einmal die sechs 90-Minüter, die versprochen worden waren, wurden gewährt. 148 Minuten blieben die Serienmacher David Benioff und D. B. Weiss somit schuldig. Manches wirkte daher überhastet, unplausibel. Vielleicht folgen die Serienmacher ja dem Vorbild des geschäftstüchtigen „Herr der Ringe“-Regisseurs Peter Jackson und bringen zu Weihnachten eine „extended edition“ der Staffel auf DVD heraus.

Die verschenkte Goldene Kompanie

Die Schwerter der viel beschworenen „Wunderwaffe“ Goldene Kompanie blieben am Ende ungezückt. Weil Drache Drogon den Superkämpen unter Harry Strickland (gespielt vom deutschen Schauspieler Marc Rissmann) Sekunden vor der Attacke die Stadtmauer Königsmunds in den Rücken fallen ließ. Verschenkt!

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Filmfehler: Lustig war’s in Westeros

Daenerys’ Kaffeebecher, der in Folge vier versehentlich im Bild geblieben ist, war ein Hingucker – wobei Starbucks ja schon nach einer Rösterei aus Westeros klingt. Und Prothesenritter Jaime Lennister hatte – simsalabim! – in der Todesumarmung mit der geliebten Schwester Cersei plötzlich wieder eine Hand aus Fleisch und Blut statt aus Metall – aber nur auf einem Promo-Foto

Die Aggro-Fanbase und eine Online-Petition

Das Internet schien bis zur letzten Folge bevölkert von Hassern und Besserwissern, die nicht weniger als alles anders gemacht hätten und sogar forderten, die ganze Staffel noch einmal zu drehen. Wer irgendwann aufhörte, den Fanforen zu folgen, hatte den größeren Genuss.

Trauer um „Game of Thrones“

Zum Abspann der letzten Folge befiel einen schon die Trauer, den Lieblingsfiguren nicht mehr beim Weiterleben folgen zu können. Es ist mit „Game of Thrones“, wie Jon Schnee bei seiner Trauerrede für die Toten der Schlacht von Winterfell sagte: „Ihresgleichen werden wir nie wieder sehen.“ Es sei denn, Benioff und Weiss machen aus dem in den letzten fünf Minuten der Serie geäußerten, wagemutigen Zukunftsplan eines der Hauptcharaktere ein Spin-off. Wäre sicherlich ein Hit!

Was jetzt?

Während in Königsmund der Wiederaufbau beginnt (bislang hat die Eiserne Bank von Braavos noch kein Spendenkonto eingerichtet), schauen wir das Ganze noch mal in Ruhe von vorn. Weil’s so schön war. Los geht’s nördlich der Mauer, wo drei Reiter auf die erste Spur unheimlicher Wesen, der Weißen Wanderer, stoßen. Es war einmal …

Von Matthias Halbig/RND

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