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Medien Furiose Fortsetzung: „Assassin’s Creed 3“
Mehr Welt Medien Furiose Fortsetzung: „Assassin’s Creed 3“
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12:10 17.11.2012
Connor ist der neue Held in "Assassin's Creed 3". Quelle: Ubisoft
Hannover

Der erste „Assassin’s Creed“-Teil war ein originelles, aber etwas repetitives Action-Adventure. Es verband die Trendsportart Parcours mit Kämpfen, Schleicheinlagen, Meuchelmorden und garnierte das Ganze mit spektakulären Panoramen Jerusalems zur Zeit der Kreuzzüge. Die drei folgenden Teile der Ezio-Trilogie verlagerten die Handlung in das Italien der Renaissance und verbesserten das Grundrezept der Serie, stagnierten dann aber auf hohem Niveau. Jetzt geht Ubisoft mit „Assassin’s Creed 3“ noch einen Schritt weiter – und schafft damit eine furiose Fortsetzung.

Der dritte Teil spielt in Amerika zur Zeit des Unabhängigkeitskriegs Ende des 18 Jahrhunderts. Die Geschehnisse werden aber wie in den Vorgängern mit der Gegenwart verknüpft, in der sich Desmond Miles via „Animus“-Maschine in die Gedanken seiner Vorfahren versetzen kann – die Hauptfiguren der „Assassin’s Creed“-Reihe Altair, Ezio und im neuesten Teil Connor.

Bevor der neue Protagonist im Spiel auftaucht, übernimmt der Spieler die Kontrolle über dessen englischen Vater und erlebt die Vorgeschichte, in der er seine indianische Frau auf dem neuen Kontinent kennenlernt. In der komplexen Geschichte geht es neben den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart auch um die Konflikte zwischen Amerikanern, Engländern und den amerikanischen Ureinwohnern sowie den Templern und den Assassinen. Dabei hat die etwa 20 Spielstunden lange Story einige überraschende Wendungen parat.

Am Spielprinzip hat sich gegenüber den Vorgängern nicht allzu viel verändert. Connor bewegt sich im Parcours-Stil durch die amerikanischen Wälder, Dörfer und Städte, kann aber auch schleichend seine Widersacher meucheln. Die Kämpfe sind dank Attacken, Ausweichbewegungen und Kontern dynamisch, da die Feinde aber wie in den Vorgängern stets nacheinander angreifen nicht übermäßig anspruchsvoll.

Das größte Manko des ersten Teils – die sich wiederholenden Missionen – hat Ubisoft zu einer Stärke ausgebaut: Die Aufträge, die Connor im Rahmen der Handlung oder als Nebenquests bekommt, sind sehr abwechslungsreich. So muss Connor feindliche Forts erobern, bestimmte Personen eskortieren oder befreien, in spannenden Seeschlachten Segelschiffe steuern, feindliche Kähne beschießen und entern oder einfach im Wald auf die Jagd gehen, um Geld zu verdienen. Dabei werden einige Stationen des Unabhängigkeitskriegs in die Handlung integriert: Connor nimmt etwa an der Boston Tea Party und der Schlacht um Bunker Hill teil und ist sogar bei der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung anwesend.

Neu in „Assassin’s Creed 3“ ist die Möglichkeit, ein Dorf zu errichten. Dazu muss Connor Aufgaben für spezielle Personen, etwa einen Schmied, erledigen, die sich dann an einem Ort niederlassen. Dort lassen sich fortan neue Ausrüstungsteile kaufen oder Handel betreiben. Zusätzlich sind im dritten Teil der Reihe wieder zahlreiche Geheimnisse versteckt. Bis die Handlung samt Nebenmissionen abgeschlossen ist und in der riesigen Spielwelt sämtliche Schatztruhen, Federn und Almanachseiten von Benjamin Franklin gefunden sind, vergehen Dutzende Stunden.

Fans der Serie können bei „Assassin’s Creed 3“ bedenkenlos zugreifen, doch auch für Action-Adventure-Fans, die vorher mit Desmond, Altair und Ezio nicht warmgeworden sind, lohnt sich ein Streifzug durch Amerika.

„Assassin’s Creed 3“ gibt es für Xbox 360 und Playstation 3. Es ist ab 16 Jahren freigegeben und kostet etwa 60 Euro. Die PC-Version erscheint am 22. November.

jhf