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Medien Aufklärung in der Umkleidekabine
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00:07 29.07.2015
Foto: Ann-Marlene Henning mit einem Modellpaar der Sendung "Make Love – Liebe machen kann man lernen".
Ann-Marlene Henning mit einem Modellpaar der Sendung "Make Love – Liebe machen kann man lernen". Quelle: ZDF
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Hannover

Ausgerechnet mit einer Fußballmannschaft sprach Sexualtherapeutin Ann-Marlene Henning über die weibliche Lust. Aber die Männer machten ihre Sache erstaunlich gut. Sie genierten sich kaum, sie alberten nicht herum, sie machten auch keine dummen Sprüche. Stattdessen redeten sie offen und ehrlich darüber, wie sie sich im Bett unter Druck gesetzt fühlen – weil sie glauben, dass sie ihren Frauen immer etwas Neues bieten müssen. Und sie waren sogar so ehrlich, dass sie vor der Kamera zugaben: So sehr sie sich auch gefordert fühlen, so sehr sie sich deshalb auch bemühen, sie tun es nicht nur für ihre Partnerinnen, sondern genauso für sich selbst. Für ihr Ego.

Auch wegen dieser Szene war die erste Folge von "Make Love – Liebe machen kann man lernen" sehenswert. Weil die 45 Minuten lange Sendung am Dienstagabend im ZDF das Thema Sex offen und ehrlich behandelte, weil sie die Probleme von Mann und Frau anschaulich und verständlich erklärte. Ohne Momente zum Fremdschämen. Auch ohne ein Herumdrucksen oder Verschweigen. Im Gegenteil. Daniela und Fritz aus München sagten Sexualtherapeutin Ann-Marlene Henning klipp und klar, woran es bei ihnen hapert. Und in kurzen Einspielern zeigte ein Paar ganz genau, wie sich Mann und Frau gegenseitig befriedigen können.

Ganz normale Menschen

Das wirkte trotzdem nicht peinlich. Es hatte auch nicht den Charme einer Aufklärungsstunde in der Schule. Weil es dargestellt wurde als das, was es ist: die schönste Sache der Welt. Und als etwas ganz Natürliches. Das lag an der ruhigen und verständnisvollen Art von Ann-Marlene Henning. Aber auch an den Protagonisten. Es waren keine perfekt geformten Schauspieler, sondern ganz normale Menschen.

Und so konnten nicht nur Daniela und Fritz aus der ersten Folge etwas mitnehmen, sondern auch der Zuschauer. Zum einen Anregungen fürs Bett. Zum anderen aber auch die Erkenntnis, dass Sex nicht alles ist. Oder wie die Fußballer in ihrer Umkleidekabine Ann-Marlene Henning erklärten: Damit ihre Frauen zufrieden seien, müssten sie nicht nur im Bett vollen Einsatz bringen. Dafür müssten sie ihren Partnerinnen auch sonst Aufmerksamkeit schenken und einfach – zuhören.

Die zweite Folge läuft am 4. August, um 22:45 Uhr, wieder im ZDF.

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