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Medien Facebook denkt über „Dislike“-Button nach
Mehr Welt Medien Facebook denkt über „Dislike“-Button nach
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12:10 12.12.2014
"Gefällt mir nicht": Diese Funktion wünschen sich viele Facebook-Nutzer schon lange vergeblich. Quelle: Montage
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Hannover

Der "Gefällt mir"-Button gehört zu Facebook, wie die bunten Buchstaben zu Google – doch schon seit den Kindertagen des weltweit größten sozialen Netzwerkes vermissen zahllose Nutzer das Gegenstück: einen "Dislike"-Button, mit dem man sein Missfallen über gepostete Nachrichten oder andere Beiträge ausdrücken kann. Jetzt hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg das erste Mal nach langer Zeit laut über die mögliche Einführung des Buttons nachgedacht. Wenig überraschend schossen im Internet sofort Gerüchte ins Kraut, wann denn die neue Funktion kommen könnte.

Kurzfristige Realisierung unwahrscheinlich

Dass Facebook auch tatsächlich einen neuen Button einführen will, hat Zuckerberg indes während seiner jüngsten Live-Fragerunde mit Facebook-Nutzern nicht berichtet. Er legte den Zuhörern stattdessen Vor- und Nachteile dar, und offenbarte damit, dass das milliardenschwere Unternehmen noch immer unentschlossen ist. Denn man würde zwar auf viel Zustimmung bei privaten Nutzern stoßen – doch Zuckerberg selbst sei eine Zweiteilung der Kommentarfunktion in "Like" und "Dislike" zu simpel. Sinniger sei seiner Meinung nach eher eine Einführung von Funktionen, die subtilere Gefühle wie Überraschung oder Empathie ausdrücken. Das breite Auffächern der Ein-Klick-Kommentarfunktionen wiederum sei eine komplizierte Angelegenheit – und werde somit zumindeste kurzfristig nicht realisiert werden, so Zuckerberg.

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Firmenkunden fürchten um ihren Ruf

Dass es aus Sicht von Zuckerbergs Unternehmen einen vielleicht noch viel gewichtigeren Grund gegen die Einführung des "Gefällt mir nicht"-Buttons gibt, ließ der Gründer indes unerwähnt: Firmenkunden, die durch Kampagnen etc. teilweise viel Geld an Facebook zahlen, sind weitgehend gegen den neuen Knopf. Denn wenn unzufriedene Kunden künftig ihrem Ärger mit nur einem Klick Luft machen könnten, sähe so manches Firmenimage im Internet weniger sauber aus.

mic

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