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Medien Erste TV-Shows wieder mit Publikum: „Let’s Dance“ macht am Freitag den Anfang
Mehr Welt Medien Erste TV-Shows wieder mit Publikum: „Let’s Dance“ macht am Freitag den Anfang
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18:30 01.06.2021
Die Jury-Mitglieder Jorge Gonzalez (l-r), Motsi Mabuse und Joachim Llambi bewerten mit Nummerntafeln den Tanz eines Prominenten während der RTL-Tanzshow Let's Dance. Letztlich entscheidet aber das Publikum, wer rausfliegt.
Die "Let's Dance"-Jurymitglieder Jorge Gonzalez (l-r), Motsi Mabuse und Joachim Llambi mit Publikum im Studio. (Archivfoto)
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Die Ränge gefüllt, der Applaus tosend, sie sind wieder da, die Massen: Beim diesjährigen ESC in den Niederlanden durften 3500 negativ auf das Coronavirus getestete Zuschauer in der Halle mitfeiern. Beim Zuschauen wurde klar, wie ungewohnt dieser Anblick ist. Denn seit Beginn der globalen Pandemie sind die meisten Sitzreihen in deutschen TV-Studios leer geblieben.

Doch auch hierzulande öffnen TV-Sender angesichts deutlich sinkender Inzidenzzahlen und steigender Impfquoten wieder die Studiotüren. Den Anfang macht am Freitag RTL mit der „Let’s Dance“-Profi-Challenge, wie der Sender am Dienstagabend mitteilte – „natürlich unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsregeln“. Zugelassen würden laut RTL nur Personen, die einen vollständigen Impfschutz, einen tagesaktuellen, negativen Antigen-Schnelltest oder einen schriftlichen Genesungsnachweis vorlegen könnten. Wann auch bei anderen RTL-Shows wie beim wöchentlichen Quiz „Wer wird Millionär?“ wieder Publikum im Studio sein wird, ließ der Sender auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) offen.

Doch wie sieht es bei anderen Sendern aus?

Das Erste zeigt derzeit die neue Staffel der „Carolin Kebekus Show“ – und sie wird noch ohne Publikum aufgezeichnet. Das gilt auch für die Quizshow „Wer weiß denn sowas?“. Auch bei anderen Formaten plant die ARD noch nicht konkret mit Publikum: „Das ist von der Entwicklung der Pandemie abhängig und unterliegt der Entscheidung, die von der jeweiligen Landespolitik getroffen wird“, sagt ein Pressesprecher gegenüber dem RND.

Fernsehgarten lässt wenige Zuschauer zu

Auch im Zweiten gibt es noch keine Pläne, teilt Sprecher Stefan Unglaube dem RND mit: „Das ZDF beobachtet die aktuelle Lage und die gesetzlichen Bestimmungen. Die weitere Entwicklung ist derzeit nicht absehbar, konkrete Pläne für Studiopublikum gibt es noch keine.“ Ob also das „ZDF Magazin Royale“ nach der Sommerpause wieder mit Gästen im Publikum startet, ist unklar. „Weiterhin werden bei allen Produktionen die am jeweiligen Produktionsort gültigen Hygiene- und Abstandsbestimmungen eingehalten. Die Sicherheitsvorkehrungen entsprechen den jeweils aktuellen Empfehlungen zum Umgang mit dem Coronavirus“, heißt es weiter. Bei den beiden Gottschalk-Shows, die derzeit in Offenbach aufgezeichnet werden, gibt es aber ohne Zuschauer keinen Liveapplaus.

Die Talkshows der öffentlich-rechtlichen werden also weiterhin ebenso wie die anderen Sendungen unter Corona-Bedingungen mit weit auseinander gerückten Sesseln und ohne Publikum gedreht.

Ein Format bei den öffentlich-rechtlichen Sendern bildet eine Ausnahme: „Im ‚ZDF-Fernsehgarten‘ wird ab Sonntag, 6. Juni, unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen eine geringe Anzahl an Gästen vor Ort sein“, so Unglaube. Die Besonderheit bei diesem Format: Die Show wird im Freien aufgenommen – so ist hier ein ganz anderes Hygienekonzept als im Studio möglich.

„Riverboat“ hofft auf Publikum Ende August

Nach dem 9. Juli geht die Talkshow „Riverboat“ beim MDR in die Sommerpause – zur Rückkehr am 27. August hofft der Sender aber auf Publikum. „Das Riverboat-Team verfolgt allwöchentlich das Pandemiegeschehen im Sendegebiet auch unter diesem Aspekt und wir würden uns wünschen, nach der Sommerpause am 27.8.2021 wieder Publikum im Leipziger Riverboat-Studio begrüßen zu können“, teilt der Sender auf Anfrage des RND mit. Die Webseite „Watson“ hatte zunächst darüber berichtet.

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Der NDR hatte im vergangenen Sommer beispielsweise die NDR-Talkshow und „Inas Nacht“ mit einer geringen Publikumsanzahl aufgezeichnet. „Diese erprobten Hygienekonzepte können wir, wenn wir wieder dürfen, schnell mit geringen Anpassungen umsetzen“, so NDR-Pressesprecherin Melanie Helmke gegenüber dem RND. „Wir tasten uns derzeit an den Normalbetrieb heran. Wir würden Zuschauer im Publikum sehr befürworten. Aber momentan gibt es noch keine konkreten Pläne“, so Helmke weiter. Wenn das Go aber kommt, werde die Umsetzung schnell gehen.

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Planungsunsicherheit bei Pro Sieben

Auch bei „Germany‘s Next Topmodel“ stand Heidi Klum mit ihren vier Finalistinnen fast alleine auf dem Runway. Und auch bei anderen Shows von Pro Sieben und Sat.1 wird sich erst einmal nichts ändern: „Wir freuen uns sehr, wenn wir wieder Publikum zu unseren Shows einladen können. Wann das ist, werden wir rechtzeitig bekannt geben“, teilt Pressesprecher Kevin Körber mit.

Ein Blick auf Ticketplattformen für TV-Shows zeigt: Tatsächlich werden hier keine Tickets für Fernsehbegeisterte angeboten. Die TV-Branche wartet auf das Startzeichen der jeweiligen Landesregierungen. Auch Privatsender schalten noch keine Ticketkontingente frei.

Bis also in den allermeisten Shows wieder jubelnde Massen in den Studiohallen zu finden sind, wird es also noch dauern. Doch wer nun glaubt, in den Niederlanden sei es wie beim ESC inzwischen wieder selbstverständlich, dass Zuschauer bei den Aufzeichnungen dabei sind, täuscht sich. Der Eurovision Song Contest hat vor dem Start noch schnell den Status eines Corona-Experimentes erhalten.

Von Geraldine Oetken/RND

Der Artikel "Erste TV-Shows wieder mit Publikum: „Let’s Dance“ macht am Freitag den Anfang" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.