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17:16 16.05.2016
Übersichtlich, aber auf Dauer langweilig: So sieht die neue Tatort-App aus. Quelle: dpa
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Hannover

Parallel zur Handlung werden dem App-Nutzer Fragen zum Fall gestellt – man löst den Fall quasi parallel zum Ermittler im TV. Den Ermittlungsverlauf beeinflussen kann man allerdings nicht. Ist man also schneller als ein Thiel, eine Lindholm oder ein Borowski, muss man trotzdem bis 21.45 Uhr warten, bis der Täter gefasst ist.

Ein Nachteil: Die App funktioniert zum Start nicht einwandfrei. Lange Ladezeiten, Fehlermeldungen und System-Abstürze: Die Anwendung ist verbesserungswürdig. 

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Was die App noch kann? Positiv ist sicherlich, dass man mit ihr auch die Möglichkeit hat, rund um die Uhr die aktuellsten Tatort-Folgen zu schauen. In der ARD-Mediathek ist dies erst ab 20 Uhr möglich.

Tatort-App bietet Ratespaß auf Grundschulniveau

Kann man an keiner Live-Ermittlung teilnehmen, ist die App allerdings doch eher informativ als interaktiv: Wer sind die Kommissare oder wer war schon einmal Kommissar, wann kommt der nächste Tatort, welche Fragen werden am häufigsten zum Tatort gestellt… Das kleine Fünf-Fragen-Quiz zum einen oder anderen Krimi der Reihe bringt wenig Freude, werden die Antworten doch bereits in einer kleinen Inhaltsangabe verraten. Ratespaß auf Grundschulniveau.

Klickt man sich durch die App, erscheinen regelmäßig Push-Mitteilungen: Glückwunsch – man sei jetzt Spion, Spürnase, Aktenwälzer, Fahnder oder ähnliches. Für den geneigten Fan der Krimireihe vielleicht ein kleiner Anreiz, der sich nach dem ersten Gebrauch aber auch wieder erledigt haben dürfte – zu abwechslungsarm, zu vorausschaubar.

Die neuen Tatort-App macht vor allem eins: Speicherplatz auf dem Smartphone belegen. Für denjenigen, der gerne zwischendurch einen Tatort schauen möchte, ist die App vielleicht das Richtige. Derjenige, der Freude am Raten hat, kann dies auch ohne App zu Hause tun. Oder einfach twittern, welchen Mörder man ausgemacht hat – wenn denn unbedingt das Handy dabei sein muss.


fw

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