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Medien Die Messe CES strotzt vor elektronischem Schnickschnack
Mehr Welt Medien Die Messe CES strotzt vor elektronischem Schnickschnack
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21:44 08.01.2013
Am Stand von Brush Buddies auf der CES gibt es singende Zahnbürste, die beim Putzen Lieder von Lady Gaga trällern. Quelle: dpa
Las Vegas

Die Elektronikmesse CES in Las Vegas gibt seit gestern einen Vorgeschmack auf die Technikwelt von morgen. Noch mehr als in den vergangenen Jahren wird deutlich, wie stark das Internet und der Boom von Smartphones und Tablet-Computern alle Geschäftsbereiche umkrempeln. So wartet TV-Marktführer Samsung gar nicht erst auf einen viel beschworenen Apple-Fernseher, sondern ordnet jetzt schon die Steuerung seiner Geräte neu. Der Schwerpunkt liegt dabei – wie könnte es anders sein – auf einer besseren Anbindung ans Internet. Das Signal ist klar: Die Branche muss nicht auf Quereinsteiger wie Apple warten, um die Bedienung von Fernsehgeräten neu zu erfinden.

Apple ist in Las Vegas nicht dabei, doch die mobile Revolution, die mit iPhone und Tablets in Schwung kam, prägt die CES. Erstmals durfte der Mobilchip-Spezialist Qualcomm mit der traditionellen Keynote den Startschuss für die Messe geben. Qualcomm-Chef Paul Jacobs betonte, dass Technik wie die seines Unternehmens heute das ganze Leben der Verbraucher durchdringen. Es wirkt wie ein symbolischer Wachwechsel: Bis zum vergangenen Jahr war der Windows-Riese Microsoft auf die Eröffnung abonniert gewesen. Diesmal war Microsoft-Chef Steve Ballmer nur als Gast dabei.

Während Microsoft bis auf Ballmers Stippvisite der diesjährigen CES weitgehend fernbleibt, nutzt ein anderer Platzhirsch der PC-Ära die Messe, um Zweifeln an seiner Zukunft entgegenzutreten. Der Chip-Marktführer Intel demonstriert in Las Vegas seine zweigleisige Strategie. Zum einen sollen sinkende Preise, Touchscreen-Bedienung und lange Batterielaufzeiten den bisher verhaltenen Absatz von Hybrid-Geräten und dünnen Ultrabooks ankurbeln und damit dem PC neuen Atem verleihen. Zugleich will Intel mit besonders sparsamen Chips endlich ins Geschäft mit Smartphones und Tablets eindringen, das bisher die Entwicklungen des Chipdesigners ARM beherrschen.

Obwohl nur wenige Tage später in Detroit die Motor Show steigt, steht die digitale Autozukunft auch schon in Las Vegas im Mittelpunkt. So zeigt Toyota ein mit Sensoren vollgepacktes Fahrzeug, aus dem auch ein selbstfahrendes Auto entstehen könnte.

Samsung auf Rekordkurs

Der ungebrochene Erfolg seiner Galaxy-Smartphones hat Samsung das fünfte Rekordquartal in Folge beschert. Wie der koreanische Konzern am Dienstag mitteilte, lag der Betriebsgewinn im vierten Quartal bei umgerechnet 6,3 Milliarden Euro, fast doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Den Umsatz im abgelaufenen Quartal bezifferte Samsung auf 40 Milliarden Euro – ein Plus von knapp 8 Prozent. Die offizielle Quartalsbilanz will Samsung spätestens am 25. Januar vorlegen.

Pro Minute verkaufte der Chipgigant am Jahresende annähernd 500 Handys. Neben einem robusten Wachstum im Smartphone-Geschäft führte Samsung den Gewinnsprung auch auf eine solide Nachfrage nach Flachbildschirmen für mobile Geräte wie etwa Tablet-Computer zurück.
Dennoch gab die Aktie in Seoul um 1,3 Prozent nach. Investoren befürchten,  dass sich das Wachstum in den nächsten Monaten abschwächen könnte. Nun will Samsung auch bei Haushaltsgeräten angreifen. Bis 2015 peilt der Konzern in diesem Bereich 14 Milliarden Euro Umsatz an. „Ich bin zuversichtlich, dass Samsung das Ziel, Weltmarktführer zu werden, bis 2015 erreicht“, sagte der zuständige Manager Yoon.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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