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Medien Deutsche Fotografin in Afghanistan erschossen
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12:57 04.04.2014
Die deutsche Kriegsfotografin Anja Niedringhaus ist in Afghanistan von der Polizei erschossen worden.
Die deutsche Kriegsfotografin Anja Niedringhaus ist in Afghanistan von der Polizei erschossen worden. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Kabul

Die prominente deutsche Kriegsfotografin Anja Niedringhaus ist nach Polizeiangaben in Ostafghanistan von einem Polizisten erschossen worden. Ein Polizeisprecher in der Provinz Chost sagte, die kanadische Journalistin Kathy Gannon sei bei dem Vorfall schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden. Niedringhaus sei sofort tot gewesen. Beide Frauen arbeiteten für die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) und hatten jahrelange Erfahrung in der Region und anderen Konfliktgebieten. Von der New Yorker AP-Zentrale gab es zunächst keine Bestätigung.

Der Hintergrund des Vorfalls im Distrikt Tanai war zunächst unklar. Die beiden Reporterinnen waren zur Berichterstattung über die afghanische Präsidentenwahl an diesem Sonnabend nach Chost gereist.
Niedringhaus arbeitete seit 2002 für die AP. Anja Niedringhaus wurde 1965 in Höxter geboren. 2005 gewann sie gemeinsam mit einem Team an AP-Fotografen den Pulitzer-Preis für ihre Berichterstattung im Irak. 2008 wurde sie mit dem Medienpreis Goldene Feder ausgezeichnet.

Im vergangenen Monat war ein schwedischer Reporter in Kabul auf offener Straße erschossen worden. Die Sicherheitslage in Afghanistan vor der Wahl ist extrem angespannt.

In Afghanistan findet am Sonnabend die erste Runde der Präsidentschaftswahl statt. Im Vorfeld der Abstimmung verstärkten die radikalislamischen Taliban ihre Angriffe. Sie drohten damit, die Wahl zu boykottieren und gewaltsam zu stören.

afp/dpa/ska

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