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Medien „Company of Heroes 2“ im Test
Mehr Welt Medien „Company of Heroes 2“ im Test
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22:09 14.07.2013
Screenshot aus "Company of Heroes 2"
Screenshot aus "Company of Heroes 2" Quelle: Sega
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Hannover

Das PC-Spiel „Company of Heroes 2“ stand vermeintlich unter keinem guten Stern. Das Genre Echtzeit-Taktik erfreut sich seit Längerem nur begrenzter Beliebtheit, gleiches gilt für das Szenario des Zweiten Weltkriegs, und dann musste auch noch der Publisher THQ Insolvenz anmelden. Sega übernahm das Spiel daraufhin – und „Company of Heroes 2“ ist ein würdiger Nachfolger geworden.

Der Vorgänger wurde im Jahr 2006 mit Bestwertungen überhäuft und zeitigte die zwei Addons „Opposing Fronts“ und „Tales of Valor“. Kein Wunder, dass „Company of Heroes 2“ am Spielprinzip des Vorgängers festhält – und noch einige Verbesserungen in petto hat.

Wie im ersten Teil werden auch im Nachfolger Schlachten aus dem Zweiten Weltkrieg nachgespielt. „Company of Heroes 2“ verlegt das Szenario an die Ostfront und erzählt die Hintergrundgeschichte wie üblich in sehr guten Zwischensequenzen. Auf Seiten der russischen Armee gilt es den Vormarsch der Wehrmacht aufzuhalten, woraus sich spannende, dynamische und abwechslungsreiche Aufträge entwickeln. So muss der Spieler in den 15 Missionen unter anderem Scharfschützen in Stalingrad ausschalten, Offiziere retten, Tiger-Panzer kapern und Großangriffe planen.

Im Gegensatz zu Echtzeit-Strategiespielen wie „StarCraft 2“ steht dabei der Kampf im Mittelpunkt des Geschehens. Zwar müssen auch einige Gebäude gebaut werden – doch neben der Zusammenstellung der richtigen Einheiten ist besonders das taktische Vorgehen in den Kämpfen von Bedeutung. Soldaten sollten sich nur von Deckung zu Deckung fortbewegen und Gegner flankieren; Panzer sollten so manövriert werden, dass weder die schwach gepanzerten Seiten noch das Heck beschossen werden können, und beim Aufeinandertreffen sollte das Stein-Schere-Papier-System berücksichtigt werden: Leichte Infanterie unterliegt etwa gegen Panzer, die wiederum von Paks problemlos ausgeschaltet werden können. Und wer keine Flugabwehr hat, sollte sich vor Fliegern besonders in Acht nehmen.

Die Einheiten sammeln im Kampf Erfahrung, womit Spezialfähigkeiten wie etwa Luftangriffe oder zusätzliche Unterstützungseinheiten freigeschaltet werden. Dazu kommen neue Elemente, die in den winterlichen Kämpfen bedacht werden müssen: Soldaten müssen an Feuern oder in Fahrzeugen vor dem Erfrieren bewahrt werden, und Panzer sollten sich nur sehr vorsichtig über gefrorene Gewässer wagen.

Um Ressourcen zu sammeln, müssen erneut Sektoren auf der Karte besetzt und gehalten werden, damit Munition und Treibstoff geordert werden kann. Dadurch gibt es auf jeder Karte stets mehrere Brandherde, was das Spiel spannend – und zuweilen etwas hektisch macht.

Neben der etwa 15-stündigen Kampagne ist wie im Vorgänger ein hervorragender Mehrspielermodus enthalten. Dabei kämpfen bis zu acht PC-Strategen zusammen oder gegeneinander, was sich dank der Jagd nach Ressourcen besonders spannend gestaltet. Zusätzlich gibt es den „Theater of War“-Modus, der eine freie Kampagne bietet, in der zahlreiche aufeinander aufbauende Missionen auf deutscher und russischer Seite absolviert werden müssen.

Dank der vielfältigen Missionen und den fordernden Schlachten spielt sich „Company of Heroes 2“ ebenso spannend wie sein Vorgänger – und hat von der deutschen Fachpresse zu Recht sehr gute Wertungen erhalten.

„Company of Heroes 2“ gibt es für den PC. Es ist ab 16 Jahren freigegeben und kostet etwa 40 Euro.

jhf