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Medien Charlotte Roche will nicht Skandalnudel bei „3 nach 9“ sein
Mehr Welt Medien Charlotte Roche will nicht Skandalnudel bei „3 nach 9“ sein
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09:41 14.07.2009
Journalist Giovanni di Lorenzo und Moderatorin Charlotte Roche. Quelle: David Hecker/ddp
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Sie sei ohnehin davon ausgegangen, dass ihr niemand jemals wieder einen vernünftigen Job anbiete. Umso überraschter sei sie von dem Angebot von Radio Bremen gewesen, die Nachfolge von Amelie Fried bei „3 nach 9“ anzutreten, betonte Roche. Es sei wie ein Wunder gewesen, so einen seriösen Job zu übernehmen.

Für Deutschlands dienstälteste Talkshow habe sie ihre Pläne gerne revidiert und zugesagt, sagte Roche. Sie wolle die „Feuchtgebiete“ hinter sich lassen und hoffe, dass Radio Bremen sie nicht als Skandalnudel eingestellt habe. Sie ist eigenen Angaben zufolge ein Fan der Sendung, bei der sie 2005 anlässlich ihrer Lesetour zum Thema „Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern“ zu Gast war. Ihre TV-Karriere begann die gebürtige Britin 1998 bei Viva 2, gefolgt von den Stationen Arte, 3sat und ProSieben. 2004 wurde sie für ihre Moderation mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.

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Ihren Einstand an der Seite von Giovanni di Lorenzo bei „3 nach 9“ gibt Roche am 11. September im NDR Fernsehen mit Gästen wie dem Komiker Michael „Bully“ Herbig und Sänger Peter Kraus. Mit dem neuen Duo Roche/di Lorenzo will Radio Bremen wieder mehr jüngeres Publikum begeistern. In der Zielgruppe der werberelevanten 14- bis 49-Jährigen liege der Sender signifikant unter seinem Gesamtergebnis, erklärte Radio-Bremen-Programmdirektor Dirk Hansen. Und Roche bringe aufgrund ihres Alters automatisch neue Gesprächszugänge in die Runde.

Fried moderiert „3 nach 9“ am Freitag (17. Juli) zum letzten Mal. Als Gäste werden unter anderem die Schauspielerinnen Iris Berben und Marie Bäumer erwartet sowie Komiker Alfons und der Sänger der Band Reamonn, Rea Garvey. Am 14. August strahlt der NDR noch ein Special mit Fried aus, die seit 1998 neben di Lorenzo das Format präsentierte. Seit ihrem Start im November 1974 führten in der monatlichen Talkshow etwa 40 Moderatoren Gespräche mit mehr als 3000 Gästen. Di Lorenzo ist seit 1989 bei „3 nach 9“.

ddp