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Medien Bunte Kandidaten beim Vorentscheid zum ESC in Hannover
Mehr Welt Medien Bunte Kandidaten beim Vorentscheid zum ESC in Hannover
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21:18 17.12.2012
Von Imre Grimm
Auch die Berliner Band Blitzkids tritt beim Vorentscheid zum ESC am 14. Februar in Hannover an. Quelle: dpa
Hannover

Oder doch? Zurück in die Zukunft?

Die Teilnehmer für die deutsche Auswahlshow „Eurovision Song Contest 2013 – Unser Song für Malmö“ am 14. Februar in Hannover stehen fest. Und die Liste erinnert heftig an die Formel von einst: Jungstars, coole Szenetypen und ein paar Veteranen, vorab bestimmt im stillen Kämmerlein. Kein Casting mehr. Keine Chance auf ein neues Märchen. Das muss freilich nichts Schlimmes sein. Und immerhin: Zlatko ist nicht dabei.

Elf von zwölf Bewerbern für 2013 hat der NDR am Montag bestätigt. Und es zeigt sich: Es ist eine mannigfaltige Truppe, die sich in der TUI Arena um das deutsche Ticket zum Finale im Mai in Malmö bewirbt. Zu den namhaftesten Anwärtern zählen die Söhne Mannheims mit dem Titel „One Love“ – allerdings ohne ihre Galionsfigur Xavier Naidoo – sowie die sympathischen, oberbayerischen Blasmusik-Rebellen von LaBrassBanda, die seit 2007 zeigen, dass Party, Polka, Groove und Funk eins sein können, wenn man nur will.
Und das sind die weiteren Kandidaten beim deutschen ESC-Vorentscheid 2013:

Ben Ivory, ehemaliger Sänger der Rockband Splinter X, hat sich in kleinerem Kreis als Berliner Avantgardist in Sachen Mode, Grafik, Fotografie und gitarrenlose Musik sowie als arbeitsamer Vertreter des Achtzigerrevivals einen Namen gemacht. Im Frühjahr erscheint sein Album „Neon Cathedral“, das unter anderem von Kim Wennerström und Michael Ilbert angehübscht wurde, die schon für Roxette, The Hives und – doch, ja – Taylor Swift arbeiteten. Das passt zeitlich natürlich ganz prima. Ivorys Song heißt „The Righteous Ones“.
Eher aus der Retro-Ecke kommt auch Blumenmädchen Betty Dittrich (28), die in Schweden geboren wurde und derzeit in Berlin lebt. Inspiriert werden ihre deutschsprachigen, leicht hippiesken Lieder vom Pop der sechziger Jahre. Ihr Song heißt einfach mal „Lalala“. Außerhalb der Spezialistenszene ist sie kaum bekannt.

Mit mehreren Top-5-Clubhits hat sich das Berliner Künstlerkollektiv Blitzkids mvt (sprich: „Movement“) um Frontfrau Nomi und Produzent Petone in der Hipsterszene einen Namen gemacht. Elektrische Musik für ganz schön coole Leute.
Ein absoluter Dance-Veteran mit fünf Alben und 30 Millionen verkauften Platten ist das Bonner Trio Cascada mit Sängerin Natalie Horler. „Evacuate The Dancefloor“ und „Everytime We Touch“ waren in mehreren Ländern Hits. Ihr Titel in Hannover heißt „Glorious“. Ist Eurodance doch noch nicht tot?

Der Berliner Finn Martin (29) war schon mit Pink auf Tour und spielte 2006 mit seiner Rockband Asher Lane beim WM-Halbfinale vor mehr als einer Million Menschen am Brandenburger Tor. An ihm wird’s dann wohl nicht gelegen haben, dass Deutschland gegen Italien verlor. Auch Finn Martins erstes Soloalbum steht in den Startlöchern.

Mit Waschbrett, Banjo, Melodica, Akkordeon, Ukulele, Mandoline und Glockenspiel gehen Mobilée aus Duisburg ins Rennen. Folkpop ist spätestens seit Mumford & Sons und Of Monsters And Men Mainstream, aber Mainstream ist nicht böse. Im September erschien ihr Debütalbum „Walking On A Twine“.

Ein fernes Echo von Casting weht mit dem Duo Nica & Joe durch die Arena. Die Polin Veronika Belyavskaya und der US-Amerikaner Joseph Guyton aus Michigan waren in der zweiten Staffel der Vox-Castingshow „X Factor“ zu hören – und durften Jurorin Sarah Connor prompt auf Tour begleiten. Der Song heißt „Elevated“.
Und jetzt wird’s sehr traditionell: Die Priester feat. Mojca Erdmann treten mit ihrer Version des Mariengesangs „Ave Maris Stella“ an („Meerstern sei gegrüßt“). Ein katholischer Choralklassiker beim ESC? Mittelalterlich Mystik für Malmö? Seit Lordi ist alles möglich.
Neu ist auch die in Berlin lebende Österreicherin Saint Lu (30), die bürgerlich Luise Gruber heißt und bis vor ein paar Tagen Max Mutzke auf Tour begleitete. Ihr Album erscheint praktischerweise ebenfalls im Frühjahr. In der österreichischen Castingshow „Starmania“ schied sie früh aus, hat jetzt aber eine treue Fangemeinde.

Der zwölfte Teilnehmer soll noch vor Weihnachten verkündet werden. Fest steht: Lena ist es nicht. Die 21-Jährige wird aber live als „Special Guest“ in der TUI Arena auftreten, ebenso wie Vorjahresiegerin Loreen – beide natürlich außer Konkurrenz. Wer moderiert, ist offen.
Bestimmt wurden die Kandidaten von fünf Plattenlabels, dem NDR sowie der Produktionsfirma Brainpool. Natürlich will man – auch ohne PRO7 als Kompagnon – lauter, strahlender, größer, origineller (und erfolgreicher) sein als in den Vor-Lena-Jahren. Und natürlich dürfte eine Rolle gespielt haben, wer ein Album im Köcher hat oder ein paar TV-Minuten vor Millionenpublikum gebrauchen könnte. Allerdings gibt es keinen Grund zu der Annahme, die Tauglichkeit für die internationale ESC-Bühne sei bei der Auswahl der Songs nebensächlich gewesen.
Monatelang habe man um die besten Teilnehmer gerungen, sagt ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber und findet: „Das Ergebnis kann sich sehen lassen.“ Gern erinnert er daran, dass es ja um die Qualität der Songs gehe, „das darf nicht vergessen werden“. Über den Sieger entscheiden je zu einem Drittel die Radiohörer, die TV-Zuschauer und eine Jury.

Der ganz große Name ist also nicht dabei – doch wer sagt, dass Superstars automatisch vorne landen? Die Frage wird sein, ob die doch eher auf ein junges Szenepublikum schielenden Künstler – die eins zu eins auch bei Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest“ antreten könnten – auch in der guten, alten ARD massentauglich sind. Immerhin hat man der Versuchung widerstanden, den roten Plüschvorhang, und den weißen Flügel wieder hervorzukramen. Und auch ein gewisser Münchener Komponist namens Ralph S. soll, wie man hört, am 14. Februar keine Rolle spielen.

Und Stefan Raab? Ist möglicherweise dabei. Nicht als Musiker, nicht als Moderator. Aber in der Jury sind noch Plätze frei. Ganz ohne ihn geht’s halt wohl doch nicht. Ein bisschen Raab muss sein.

Tickets für die Show am 14. Februar 2013 in der TUI Arena gibt’s unter www.unser-song-fuer-malmoe.tv, in den HAZ-Geschäftsstellen in der Langen Laube 10, in Wunstorf, Neustadt und Barsinghausen sowie in allen Laporte-Kartenshops in Hannover.

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