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Medien Benjamin Sadler bringt frischen Wind in Charlotte Lindholms Gefühlswelt
Mehr Welt Medien Benjamin Sadler bringt frischen Wind in Charlotte Lindholms Gefühlswelt
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18:16 01.02.2011
Benjamin Sadler spielt im Hannover-„Tatort“ an der Seite von Maria Furtwängler.
Benjamin Sadler spielt im Hannover-„Tatort“ an der Seite von Maria Furtwängler. Quelle: dpa
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Zwischen „Tatort“-Kommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) und ihm knistert es gewaltig - Schauspieler Benjamin Sadler lässt die Zukunft seiner Rolle in der Krimi-Reihe dennoch offen. „Vorstellen kann ich mir vieles, mehr gibt es dazu im Moment nicht zu sagen. Man wird sehen“, meinte der 39-Jährige am Dienstag in Hamburg. In der Episode „Mord in der ersten Liga“ (ARD/20. März, 20.15 Uhr) spielt Sadler („Contergan“) den investigativen Reporter Jan Liebermann, der in die Hooligan-Szene eintaucht. Als Lindholms einstiger Mitbewohner und Ersatzmann hatte Schauspieler Ingo Naujoks nach acht Jahren dem „Tatort“ aus Hannover den Rücken gekehrt.

In „Mord in der ersten Liga“ geht es neben Hooligans und Neid unter Kollegen auch um Homosexualität im Fußball: DFB-Präsident Theo Zwanziger habe sie auf die Idee gebracht, Homophobie und Fußball zu thematisieren, sagte Furtwängler - Mutter von „zwei völlig fußballbegeisterten Kindern“. Von dem Film erhofft sich die Schauspielerin, dass er die Zuschauer zum Nachdenken über Homophobie anrege - auch über eigene Vorurteile. Für Profi-Fußballer sei „ein Outing schon eine Form von Kamikaze“, meinte Drehbuchautor Harald Göckeritz. Wie die Öffentlichkeit letztlich wirklich darauf reagieren würde - dazu gebe es sehr unterschiedliche Meinungen.

Gedreht wurde der jüngste Fall der Ermittlerin unter anderem während eines Bundesliga-Spieltags bei Hannover 96. Vereinschef Martin Kind war von der Idee sofort überzeugt, wie er sagte. So entstand in der mit 50.000 Menschen voll besetzten Arena des Vereins beim Nordderby gegen den HSV im November vergangenen Jahres - Hannover gewann damals mit 3:2 - der “„Tatort“ mit den meisten Komparsen“. Immer nur „in Minutenzeiträumen“ hätten sie drehen können, berichtete Regisseur Nils Willbrandt, „das war nah am Wahnsinn“.

dpa